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Nationalpark - Allgemeine Informationen über Neukirchen

Der Hauptort Neukirchen liegt zwischen den Taleinmündungen des Habach- und des Untersulzbachtales. Dominierend steht im Hintergrund der Großvenediger.

Neukirchen war bereits im Mittelalter Sitz mehrerer Burgen. Am Rabenkopf über Sulzau stand die Friedburg. Sie wurde 1551 ein Raub der Flammen und ist heute nur mehr eine Ruine.
Den Moränenhügel über der heutigen Ortschaft Rosenthal beherrschte einst die mächtige Hieburg. Seit diese im Jahr 1661 abbrannte, sind ihre Reste dem Verfall preisgegeben. Unweit der Hieburg findet man den Teufelsstein. Mit ihm verbindet die Burg eine interessante Sage.

Bei einer Fehde zwischen den Hieburgern und den Friedburgern riefen diese den Teufel zu Hilfe. Der wollte mittels eines großen Steins die Hieburg zerstören. Als er jedoch mit dem Stein durch die Luft flog, läutete das geweihte Burgglöckchen, der dunkle Geselle verlor seine Macht und musste den Stein fallen lassen, der den Friedburger unter sich begrub. Der Teufelsstein liegt heute noch noch an dieser Stelle!

Die dritte Burg war der Stammsitz der Herren von Neukirchen. In der Pfarrkirche von Neukirchen befindet sich das Grabrelief des letzten Herren von Neukirchen, mit dessen Tod die Linie im Jahr 1547 erlosch.

Die erstmals 1243 erwähnte Pfarrkirche ist Johannes dem Täufer geweiht und besitzt einen wuchtigen Kirchturm, dessen Kern noch aus dem 14. Jahrhundert stammt. Das einschiffige Gotteshaus enthält als besonderen Schatz eine hölzerne Madonna aus dem Jahre 1500. Ansonsten ist sie barockisiert.

In der Gemeinde Neukirchen befindet sich der Samerhofstall, ein altes Säumergebäude und heute Nationalparkinfostelle.

Von Neukirchen aus ging am 3. September 1841 eine Seilschaft von 40 Männern los, um den Großvenediger, den höchsten Berg des damaligen Kronlandes Salzburg, zu bezwingen. Diese "Heldentat" für damalige Zeiten war ein wichtiger Motor für den Fremdenverkehr in der Hohen Tauern.

Mit seinen 3674 Metern ist der Großvenediger hinter dem Großglockner der zweithöchste Berg im Nationalpark Hohe Tauern. Im Gebiet des Großvenedigers liegt das Untersulzbachkees, das aus dem Eis des Berges gespeist wird. Das Untersulzbachkees bildet einen sehr schönen Talgletscher mit einer musterhaft ausgeformten Gletscherzunge. Es ist ungefähr 6 Kilometer lang und speist den Untersulzbach mit Schmelzwasser. Der Bach stürzt dann weiter talabwärts über den Untersulzbachfall. Neben diesem Talgletscher gibt es im Untersulzbachtal noch das Käferfeld-Kees, einen zerklüfteten, steilen Hanggletscher.

Im Obersulzbachtal liegen 9 Gletscher. Der größte von ihnen ist mit einer Fläche von 11,6 km² das bereits erwähnte Obersulzbachkees. Den letzten Gletscherhöchststand gab es hier im Jahre 1850, als das Zungenende dieses Gletschers nahe der Obersulzbachhütte lag.

Heute befindet sich das Gletschertor 2,5 Kilometer weiter taleinwärts. Dies demonstriert sehr deutlich den starken Abschmelzprozess, dem die Gletscher der Alpen in den letzten 140 Jahren unterworfen waren.

Im Obersulzbachtal in der Nationalparkgemeinde Neukirchen liegt der Seebachsee, ein wunderschöner Karsee auf einer Höhe von über 2000 Metern.

Es befindet sich in der Gemeinde Neukirchen außerdem die Nationalparkverwaltung für Salzburg.

Auskünfte des Fremdenverkehrsverbandes:
A-5741 NEUKIRCHEN am Großvenediger 857 m, Tel: 06565/62560