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Nationalpark - Allgemeine Informationen über die Gemeinde Muhr

Die Nationalparkgemeinde Muhr ist die einzige Gemeinde im Lungau, die Anteil am Schutzgebiet des Nationalparkes Hohe Tauern hat. Die Hafner-Gruppe mit Höhen bis zu 3076 Meter sind die dominierenden Gipfel in dieser Gemeinde.

Der Name Muhr ist slawischen Ursprungs und bedeutet soviel wie "schwarz, dunkel". Gleichzeitig ist er wegen seiner Herkunft ein Dokument für die "frühe Landinanspruchnahme" dieses Gebietes.

Der Lungau, der oft wegen seiner tiefen Wintertemperaturen als "Österreichisches Sibirien" bezeichnet wird, unterscheidet sich sehr deutlich sowohl in Brauchtum wie auch Vegetation von den anderen Gebieten des Nationalparks im Pinz- oder Pongau. Lebendiges Brauchtum wird bei den örtlichen Veranstaltungen in der Gemeinde Muhr dem "Samsonumzug" und beim "Prangstangentragen der jungen Burschen" dokumentiert.

Neben einer bescheidenen Landwirtschaft in diesem rauhen Klima war in Muhr, sowie auch in den meisten anderen Nationlparkgemeinden seit Jahrhunderten der Bergbau ein äußerst bedeutender Wirtschaftszweig.

Seit 1354 ist Muhr als wichtiger Bergbauort des Fürsterzbischofs von Salzburg bekannt. Gold und Arsenkies wurden abgebaut und als wertvolle Produkte für die Glaserzeugung bis nach Murano bei Venedig (Italien) geliefert.

1818 war es dann mit dem Goldbergbau und 1884 mit der Arsenikverhüttung vorbei. Dies stellte damals einen schweren wirtschaftlichen Rückschlag für die Gemeinde dar.

In Muhr, wie im gesamten Lungau, ist die Hofform des "Einhofes" weit verbreitet. Hier sind Wohnhaus und Stall im Gegensatz zu den Paarhöfen in einem großen Gebäude mit gleicher Firstlinie angeordnet.

Eine Besonderheit der Lungauer Gegend sind die im Hofverband stehenden gemauerten Getreidekästen, die sogenannten Troadkästen.

Von der ehemaligen Bergbauzeit zeugen Kleinbauernhöfe, sogenannte Keuschen, als Zeichen einer Mehrfacherwerbstätigkeit der dort lebenden Arbeiter.

Die Pfarrkirche St. Rupert, erbaut 1523 und erweitert 1723, ist ein Dokument der Sakralarchitektur und der tiefen Frömmigkeit der Bewohner dieser Gegend.

Auskünfte des Fremdenverkehrsverbandes:
A-5583 MUHR 1107 m, Tel: 0650/9933415