Nationalpark - Allgemeine Informationen über Krimmel.

Der Name der Nationalparkgemeinde Krimml ist jedem Naturfreund ein Begriff, ob der einzigartigen Wasserfälle dieses Tales.

Dabei ist Krimml auch in historischer Hinsicht sehr bedeutend. Es ist ein uralter Siedlungsplatz, was durch Knochenfunde aus den Höhlen bewiesen werden konnte. Zwischen 1.600 und 1.100 vor Christus lebten in ihnen die ersten Bergknappen dieser Gegend. Für die frühe Besiedlung dieses Raumes spielte neben dem Erzvorkommen wohl auch die verkehrstechnische Lage eine große Bedeutung.

Der 2.633 Meter hohe Krimmler Tauern ist ein günstiger Übergang über die Alpen nach Süden.

In einer Urkunde wird der Ort erstmals 1224 genannt, als Erzbischof Eberhard das Gut Krimml von einem Kloster kauft. Im Mittelalter war der Saumhandel in dieser Gegend ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Der Weg führte über den Tauern ins Pustatal. Dieselbe Strecke wurde nach dem Krieg nochmals von den aus den deutschen Konzentrationslagern entlassenen Juden auf ihrem Weg nach Palästina gewählt. Sie durften nicht durch englisches Besatzungsgebiet ziehen. Da aber Salzburg hier an Italien grenzt, das ebenso unter US-Amerikanischer Verwaltung stand, war dies die einzige Möglichkeit ihr Ziel zu erreichen.

Die in der Ortsmitte von Krimml gelegene Pfarrkirche St. Jakobus stammt aus dem 15. Jahrhundert. Erwähnt wurde sie aber bereits 1244. In der Vorhalle sieht man noch ein gotisches Kreuzrippengewölbe, ansonsten ist die Kirche barockisiert worden. Sehenswert ist die Kirche trotzdem, da sie noch in der alten Anlage, also mit Totenhaus, Friedhof, Pfarrhof und Mesnerhaus erhalten ist.

In der Gemeinde Krimml gibt es noch einige schöne alte Bauernhäuser, teilweise aus dem 16. Jahrhundert, die jedoch, da sie zu unbequem und zu kostenintensiv sind, heute leer stehen und so über kurz oder lang verfallen werden.

Dem berühmtesten Sohn von Krimml haben die Bewohner 1909 ein Denkmal errichtet.

Anton Wallner, der Salzburger Andreas Hofer, wurde in Krimml geboren. Er verteidigte seine Heimat gegen die napoleonischen Truppen. Unter seiner Führung wurden den Feinden 1809 schwere Verluste zugefügt. Als ein Kopfgeld von 1.000 Gulden auf ihn ausgesetzt wurde, flüchtete er nach dem Friedenschluß von Schönbrunn nach Wien, wo er vom Kaiser eine hohe Auszeichnung erhielt. Anton Wallner starb jedoch schon ein Jahr später in Wien, ohne seine Heimat und Familie jemals wiedergesehen zu haben.

Auskünfte des Fremdenverkehrsverbandes:
A-5743 KRIMML 1076 m
06564/ 239 - Fax 550

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