Allgemein - Kaprun - Nationalpark - Sommer - Sommer & Winter - Salzburg-Rundgang

Nationalpark - Allgemeine Informationen über Kaprun

Der Name der Nationalparkgemeinde Kaprun ist wohl untrennbar mit dem Großprojekt des Kraftwerkes Glockner-Kaprun, das in der Zeit von 1938 bis 1955 errichtet wurde, verbunden.

Geplant wurde es von der nationalsozialistischen Regierung des III. Reiches und mit dem Einsatz von Kriegsgefangenen und Fremdarbeitern wurde der Bau begonnen. Nicht wenige von ihnen fanden während der Bauarbeiten am Kraftwerk den Tod. Nach Kriegsende ruhte dann der Bau kurzzeitig, um 1947 mit aller Kraft wieder aufgenommen zu werden. Das 1955 fertiggestellte Kraftwerk ist ein Dokument für den "Wiederaufbauwillen" der Republik Österreich und hat genauso große Symbolkraft für das Land wie der Bau der Großglockner-Hochalpenstraße.

Kaprun ist aber auch ein uralter Siedlungsraum. Der 950 Meter hohe Bürgkogel war bereits zwischen 1800 und 1500 vor Christus Wohnstätte für Menschen.

Wegen seiner guten strategischen Lage war der Bürgkogel dann auch von den Kelten besiedelt (um 300 v. Chr.). Später trug er in römischer Zeit eine Befestigungsanlage.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Kaprun im Jahr 931 im Codex Odalberti. Seit dem 12. Jahrhundert wird das Tal von der Burg dominiert, die vom Geschlecht der "Falkenstein" errichtet wurde. Im 15. Jahrhundert wurde die Burg schließlich Sitz des Pfleggerichts von Kaprun und Zell. Ab dem 18. Jahrhundert schließlich setzte der Verfall der Burg ein. Im Jahr 1975 entschloss man sich, die nun zur Ruine gewordene Burg wieder zu restaurieren und heute erstrahlt die Burg Kaprun wieder in ihrem alten Glanz.

Sehenswert ist auch die dem Heiligen Jakob geweihte spätgotische Schlosskapelle unterhalb der Burg.Sie besitzt einen spitzen Turm mit einer Glocke und einem Sakristeianbau.

Auf einem steil abfallenden Hügel steht die Kapruner Pfarrkirche "St. Margarethen". Vermutungen zufolge soll hier bereits im 12. Jahrhundert eine Kirche gestanden haben, die erste schriftliche Erwähnung finden wir jedoch erst im Jahre 1409. Die 1898 erfolgte Renovierung im Stil der Neugotik beseitigte leider die alten Überreste. Von Interesse sind heute noch die barocke Figurengruppe "Aufnahme Mariens in den Himmel" und das barocke Kreuz, beides aus dem 18. Jahrhundert.

Auch heute findet man noch sehr schöne Bauernhöfe, die sogenannten Pinzgauer Einhöfe, die teilweise sogar aus dem 17. Jahrhundert stammen.

Die einzigartige Schönheiten der Natur in der Gegend um Kaprun sind bereits lange Zeit berühmt.

So besuchte Kaiser Franz-Joseph das Tal und der Schriftsteller D. H. Lawrence rühmte 1921 die "Schönheit dieser Land-schaft". Besonders beeindruckt war der Kaiser von der Sigmund-Thun-Klamm in der Nähe des Bürgkogels.

Auskünfte des Fremdenverkehrsverbandes:
A-5710 KAPRUN 800 m, Tel: 06547/8643-0