Nationalpark - Allgemeine Informationen über Fusch am Großglockner.
Neben dem Saumhandel war auch im Fuscher Tal der Bergbau ein wichtiger Wirtschaftszweig. Die sehr hochgelegenen Stollen für den Gold- und Silberbergbau (2.900 bis 3.000 Meter) mußten jedoch erstmals um das Jahr 1600 aufgegeben werden, da eine Klimaverschlechterung den Vorstoß der Gletscher brachte. Die sogenannte "Kleine Eiszeit" brach an.
Immerhin fanden bis zu diesem Zeitpunkt 150 Bergleute hier Arbeit. Der Bergbau wurde erst 1763 wieder aufgenommen und wurde genau 100 Jahre später endgültig eingestellt. Von großer Bedeutung für den Ort Fusch war der Bau der Großglockner-Hochalpenstraße durch Franz Wallack.
Zwischen 1930 und 1935 ließ die Landesregierung unter Landeshauptmann Franz Rehrl diesen wichtigen Alpenübergang errichten, der eine historische Tradierung des Saumhandels ist.
Neben der verkehrstechnischen Bedeutung ist diese Straße ein historisches Dokument für die Arbeitsbeschaffung während der Weltwirtschaftskrise. Auch diente sie als Demonstration für die Lebensfähigkeit und den Leistungswillen der damals jungen Republik Österreichs.
Neben dieser baulichen Großleistung des 20. Jahrhunderts kann man im Fuscher Tal auch noch andere bemerkenswerte Bauwerke aus früheren Jahrhunderten besichtigen. Die Kirche des "Heiligen Wolfgangs" in Bad Fusch wurde um das Jahr 1400 erbaut. Diese doppeltürmige Kirche wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals von Lawinen schwerstens beschädigt und drohte zu verfallen. Im Jahr 1986 wurde mit ihrer Restaurierung begonnen und heute kann sie wieder besichtigt werden.
Älter als diese Kirche ist die Kirche von "St. Ägydius und St. Martin". Sie stammt eigentlich aus dem Jahr 1344. Heute steht hier jedoch ein Neubau aus dem Jahr 1971/72. Der alte frühgotische Turm trägt ein Satteldach und Treppengiebel.
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A-5672 FUSCH /GROSSGLOCKNER 805 m
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