Nationalpark - Allgemeine Informationen über Bramberg.
Die Nationalparkgemeinde Bramberg ist ein sehr altes Siedlungsgebiet. Im Jahr 1959 wurden bei Grabungen im Ortsteil Dorf Urnengräber aus der Hallstattzeit entdeckt. Damit wurde klar, daß in Bramberg bereits seit 3.000 Jahren Menschen siedeln.
Aus der Römerzeit, also gut 1.000 Jahre später, wurden in Bramberg zwei Kaisermünzen gefunden. Das blieben jedoch die einzigen Nachweise aus dieser Epoche. Fast wiederum 1.000 Jahre später, im Jahre 925 n. Chr., wird das "Leitengut" in Bramberg durch Erzbischof Odalbert von Salzburg urkundlich erwähnt.
Bramberg ist wie Rauris und Hüttschlag ein sehr alter Bergbauort.
Schon um 1400 stand im Ortsteil Wenns eine Schmelzhütte. Nach einem Vertrag von 1510 wurde das in Bramberg abgebaute Kupfervitrol nach Augsburg, in die Stadt der Fugger, geliefert. Die wirtschaftliche Stärke machte die Bewohner von Bramberg auch selbstbewußt. Im Jahr 1525 kam es hier zu einem Bauernaufstand wegen Unterdrückung, Rechtlosigkeit und zu hoher Steuern.Noch einmal griff man 1809 zu den Waffen, um gegen die französischen und bayerischen Truppen zu kämpfen. Doch nicht nur wirtschaftlichen Wohlstand brachte der Bergbau für Bramberg, sondern auch Umweltverschmutzung.
1554 beschwerten sich die Dorfer Bauern über Rauch- und Schmelzschäden. Ab 1605 leistete dann die Hofkammer dafür eine jährliche Entschädigung.
Wie überall im Gebiet der Hohen Tauern ging auch der Bergbau in Bramberg im 19. Jahrhundert nieder. Im Jahr 1864 wurde schließlich auch noch das letzte Werk aufgelassen. Als einzige Besonderheit auf dem Gebiet des Bergbaus blieb schließlich nur noch das Smaragdvorkommen. Es ist das einzige in ganz Europa.
Nach dem Niedergang des Bergbaus setzte im Gebiet der Hohen Tauern eine schwere Wirtschaftskrise ein, da die bäuerliche Wirtschaft nicht die Kraft hatte alle Bewohner zu versorgen. Es kam zu großen Abwanderungen in die Städte und sogar ins Ausland. Bis in die USA führen Spuren der Bewohner der Hohen Tauern, die aus wirtschaftlicher Ausweglosigkeit ihre Heimat verließen. Erst der Tourismus brachte eine Besserung der tristen wirtschaftlichen Situation in diesen Alpentäler.
War er in der Ersten Republik noch verhalten und nur auf wenige Zentren wie Badgastein beschränkt, so setzte nach dem Krieg ein breiter Fremdenverkehr ein. Doch mit der allzu intensiven Nutzung der Natur für den Tourismus setzte auch deren Gefährdung ein. Der Bau von unzähligen Liften und Straßen auf die Berge führte zu einer teilweisen Zerstörung dieser Landschaft. Mitte der 80er Jahre begann jedoch ein Umdenken und man setzt heute im Gebiet der Hohen Tauern nicht mehr auf Expansion, sondern die Förderung des naturnahen Tourismus steht im Vordergund. Dies ist nicht zuletzt ein Erfolg der Bemühungen des Nationalparks und des Naturschutzes.
Auskünfte des Fremdenverkehrsverbandes:
A-5733 BRAMBERG 820 m
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