Thermalquellen - Badgastein - Nationalpark - Sommer - Sommer & Winter - Salzburg-Rundgang

Badgastein - Informationen über die Thermalquellen

Seit vielen Jahrhunderten ist das Heilwasser aus den 18 Gasteiner Thermalquellen international ein Begriff. Es wird sogar als Mineralwasser abgefüllt und in die ganze Welt exportiert.

Beim Gasteiner Heilwasser handelt es sich um Niederschlagswasser, das rund um den Graukogel versickert ist. Es legt dabei einen Weg von 1.800 Meter NN bis 600 Meter unter dem Meeresspiegel zurück. Pro 100 Meter erwärmt sich das Wasser dabei um 2,2° Celsius. Durch Klüfte und Spalten im Gestein steigt es hoch und tritt am Badberg in einer Höhe von 1000 Meter NN mit einer Temperatur von 45 bis 48° C wieder zu Tage. Das Wasser legt diese Strecke in einem Zeitraum von ca. 3700 Jahren zurück. Wasser, das zu Zeiten der Bronzezeit als Regen oder Schnee fiel, fließt heute aus diesen Quellen.

Die Kurbadeanstalten vor Ort sowie 170 Hotels im Tal haben einen Anschluss zu den Thermalquellen. Badgastein ist eines der am besten erschlossenen Tourismusgebiete Österreichs. Fremdenverkehr hat hier eine lange Traditon. Bereits im 19. Jahrhundert wurden große Kurhotels erbaut. Sogar gekrönte Häupter kamen damals und auch heute noch in den "Nobelkurort".

Neben den Thermalquellen ist Badgastein noch für seinen Heilstollen berühmt. Der Heilstollen ist ein ehemaliges Bergwerk mit hoher Lufttemperatur und Radonstrahlung. Jahrzehntelang waren diese Radonkuren in der heißen Luft im Inneren des Berges sehr gut besucht. Heute aber sind Bedenken wegen der Strahlung aufgekommen und die Kuren werden von vielen Menschen eher gemieden.