Stift St. Peter - Informationen über den Petersfriedhof.

Rechts vom Hauptportal der Stiftskirche befindet sich der Peterskeller, der seit über 1000 Jahren als Gaststätte dient. Zwischen Peterskeller und Kirche gelangt man über einen Torbogen in den Petersfriedhof. Der Friedhof erstreckt sich südlich und östlich der Stiftskirche und schließt an den Mönchsberg an. Er ist fast gänzlich von Gruftarkaden eingesäumt. Der ursprüngliche Klosterfriedhof des Benediktinerordens wurde Laien erst ab Mitte des 15. Jahrhunderts zugänglich. Schmiedeeiserne Grabkreuze, kunstvolle Grabsteine, Statuen und reichlich verzierte Gruften weisen auf die letzten Ruhestätten so mancher wohlhabender und berühmter Salzburger hin. Im Friedhofsgelände befinden sich insgesamt sieben Kapellen. Eine der interessantesten ist die Kreuzkapelle. Im Jahre 1170 wurde sie geweiht. Santino Solari gestaltete die Kapelle als Grablege für den Domprobst Anton Graf Lodron um.

Links vom Portal erhebt sich ein Türmchen mit geschwungenem Pyramidendach über das schindelgedeckte Pultdach.

Das marmorumrahmte Portal führt in ein barockes Langhaus mit dahinterliegendem quadratischen romanischen Chor. Gegenüber dem Eingang liegt die Gebetshöhle des Heiligen Rupert. Über eine Tür im linken hinteren Teil des Langhauses kann man die Ägydiuskapelle betreten und befindet sich bereits in den sogenannten Katakomben. Zu den Katakomben zählen neben der Ägydiuskapelle auch die Gertraudenkapelle und die Maximuskapelle.

Diese drei Höhlenkapellen sind möglicherweise frühchristlichen Ursprungs.

Die Wandmalereien in der Ägydiuskapelle in diesem Jahrhundert freigelegt, datieren auf 1425/1430.

Über schmale durchgetretene Treppen gelangt man in die Gertraudenkapelle, die auch den Heiligen Thomas Beckett und Patricius geweiht ist.Das Zentrum des Raumes beherrscht eine achteckige Lichtsäule. Freskenreste berichten von der Ermordung des Thomas Beckett (1170), Erzbischofs von Canterbury. Nach außen hin bedeckt ein Pultdach diese Kapelle.

Nach Überwindung weiter Treppen und Höhenmetern gelangt man von hier zur Maximuskapelle. Eine Inschrifttafel von 1521 des Abtes Kilian erzählt von der Maximuslegende.

Neben der Kreuzkapelle liegt die Kommunegruft, in der Michael Haydn und Mozarts Schwester Nannerl begraben sind.

Inmitten des Friedhofes steht die 1485-1491 erbaute Margarethenkapelle. An den Wänden des spätgotischen Saalbaues reihen sich Grabplatten. Zwischen den farbigen Maßwerkfenstern befindet sich ein hölzerner Altar von 1864 mit spätgotischer Madonna.

Von den Handwerksbetrieben des Stiftes ist nur mehr die Bäckerei erhalten, in der auch jetzt noch das typische Sauerteigbrot gebacken wird.

Im davorliegenden Mühlenhof, hinter dem Friedhof, über den Kapitelplatz erreichbar, sieht man den Almkanal, über den seit dem 12. Jahrhundert die Stadt mit Wasser versorgt wurde. Seit der Barockzeit spendet der Kanal das Wasser für die Pferdeschwemme.

Öffnungszeiten:
1. Apr.-30. Sept. tgl. 6.30-19 Uhr
1. Okt.-31. März tgl. 6.30-18 Uhr

Der Friedhof ist bei Tageslicht geöffnet. Es wird kein Eintritt eingehoben.

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