Die St. Blasiuskirche
Am Bürgerspitalplatz befindet sich die Blasius- oder ehemalige Bürgerspitalskirche.
Die östliche Giebelseite ist der Einmündung der Getreidegasse zugekehrt. Am Platz der heutigen Kirche stand im 12. Jahrhundert inmitten der Wiesen des Stiftes Admont eine kleine Kapelle, die dem Heiligen Blasius gewidmet war. Etwa 150 Jahre später erwarb Erzbischof Friedrich III. das gesamte Areal, um ein Spital an dieser Stelle zu errichten. Auch eine Spitalskirche wurde gebaut. Es entstand ein schlichter, kaum gegliederter Bau. Für Spitalsinsassen wurde eine eigene Empore im altromanischen Stil erbaut.
Auf der Fassade, die der Getreidegasse zugewandt ist, befindet sich zwischen zwei Maßwerkfenstern eine Kreuzigungsgruppe aus dem Jahr 1866.
An der Nordseite war bis vor kurzem ein Relief des Heiligen Sebastian, welches vom 1894 abgerissenen Linzer Tor stammt, zu sehen. Wieder in der Linzergasse, schmückt dieses Relief nun die Fassade der Sebastianskirche.
Der Innenraum der Kirche ist dreischiffig. Der quadratische Chor mit Kreuzrippengewölbe auf schlanken Achteckpfeilern beherbergt einen klassizistischen Hochaltar mit Marmoraufbau und einer Kreuzigungsgruppe.
Im 18. Jahrhundert ließ Erzbischof Colloredo. Teile der Ausstattung entfernen. Von den ursprünglich neun Altären sind nur mehr fünf vorhanden:
Der Hochaltar, der Vorhallenaltar, zwei Seitenaltäre aus dem 18. Jahrhundert mit Tafelbildern aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, sowie der Dreikönigsaltar mit einem Altarbild von Paul Troger (1746).





