Die Markuskirche
Durchfährt man das Klausentor Richtung Innenstadt, fällt der Blick sofort auf die rechts liegende Markuskirche.
Im Gebiet der heutigen Markuskirche und Klausentor passierte eines der schwersten Unglücke in der Geschichte der Stadt. Am 16. Juli 1669 ereignete sich hier ein riesiger Bergsturz, der mehr als 220 Menschen das Leben kostete. Die Opfer wurden im damaligen Bürgerspitalsfriedhof beigesetzt. Zwar nicht urkundlich bestätigt, aber dem Stil nach wurde die barocke Markuskirche zweifellos nach Plänen des Baumeisters Fischer von Erlach errichtet.
Das Kirchengebäude bildet den Abschluß des keilförmig zulaufenden Klostertraktes. Ursprünglich stand an der Stelle der heutigen Markuskirche Kirche und Spital der Barmherzigen Brüder. Beide Gebäude sowie eine weitere Kirche und etliche Wohnhäuser wurden bei dem Bergsturz von 1669 zerstört.
Erzbischof Johann Ernst Thun stiftete 1695 ein Erziehungsinstitut für Mädchen, zur Leitung wurde der Orden der Ursulinen betraut. Ab 1699 wurde mit dem Neubau der Kirche begonnen.
Der Giebel der dreiachsigen Fassade ist mit dem Heiligen Markus, der Heiligen Ursula und dem Heiligen Augustinus geschmückt.
Wegen der optischen Klarheit wurden die Türme hinter die Fassade gesetzt. Die Vorhalle mit vier Heiligen-Schnitzfiguren aus dem Jahr 1700 führt in das helle Kirchengebäude.
Im Inneren dominieren reiches Stuckdekor und Gewölbemalereien von Christof Anton Mayr aus dem Jahre 1756.
Die Entwürfe der Altäre und der Kanzel werden ebenfalls Fischer von Erlach zugeschrieben. Der Hochaltar trägt Altarbilder von Johann Martin Schaumberger. Die Orgel stammt von Matthäus Maurachers Söhnen.





