Allgmeine Informationen über die Wallfahrtskirche Maria Plain.
Die am Plainberg gelegene Kirche Maria Plain gilt als die traditionelle Wallfahrtskirche der Stadt.
Dieser Ort ist nicht nur aus historischer und kultureller Sicht interessant, vom Plainberg aus hat auch man einen wunderschönen Blick auf die Stadt Salzburg.
Die Legende dieses Wallfahrtsortes rankt sich um ein Gnadenbild Mariens mit dem Jesuskind, das jetzt den Hochaltar ziert.
Dieses Bild ist während des Dreißigjährigen Krieges beim Brand der Stadt Regen (Niederbayern) auf wundersame Weise verschont geblieben. Nachdem das Marienbild nach Salzburg gebracht worden war, ordnete Erzbischof Guidobald Thun 1652 die Errichtung einer Kapelle an. Erzbischof Max Gandolf ließ neben der hölzernen Kapelle eine Kirche unter der Leitung des Architekten Giovanni Antonio Dario erbauen (1671-1674).
Die doppeltürmige Fassade zieren vier halbrundgeschlossene Nischen mit den Evangelisten. Über dem Eingang ist ein Hochrelief der Heiligen Maria mit Kind zu bewundern.
Die Ausstattung des einschiffigen Baus stammt fast gänzlich aus der Erbauungszeit. Sie geht auf Stiftungen verschiedener Benediktiner-Abteien und Salzburger Bürger zurück.
Seitlich des Langhauses fügen sich je zwei paarweise angeordnete Seitenkapellen an. Auf den rundbogigen Triumphbogen folgt der Chor mit 3/8-Schluß. Der Chor und die Seitenkapellen sind kreuzgratgewölbt und mit Stuckspiegeln verziert.
Der Hochaltar geht auf das Jahr 1674 zurück. Das Altarbild Maria Himmelfahrt von Frans de Neve wird von Figuren der Heiligen Vitalis, Maximilian und im Aufsatz Figuren von Rupert und Virgil von Jakob Gerold eingerahmt.
Vor dem Altarblatt befindet sich das bereits erwähnte Gnadenbild von Maria Plain. Am 4. Juli 1751, dem fünften Sonntag nach Pfingsten, fand die Krönung und Ausschmückung mit silberstrahlendem Rocaillekranz statt. Seither feiert man alljährlich das Krönungsfest Mariens in Maria Plain. Anläßlich des 28. Krönungsfestes komponierte Wolfgang Amadeus Mozart seine Krönungsmesse.
Vom Brand im Markt Regen und der wundersamen Verschonung des Marienbildes berichten barocke Malereien an der Turmtüre rechts vom Portal und an der Kanzel. Die blauleuchtende, goldgeschmückte Kanzel trägt weitere Malereien, die u.a. die Wallfahrtsgeschichte erzählen.
Am Treppenaufsatz sind die drei Kardinaltugenden dargestellt. Die beiden Seitenaltäre ähneln sich in ihrem Aufbau.
Die jeweils von Engeln getragenen Altarblätter stellen rechts „Kreuzigung Christi“ von Francois von Roethiers (1724) und links „Vermählung Mariens“ von Frans de Neve dar.
Die Skulpturen stammen von Thomas Schwanthaler. Beide Seitenaltäre tragen Reliquienschreine der Heiligen Dionysios und Christina.
Über den Seitenkapellen befinden sich Balkone, von denen man in der Kirche vorgetragenen Konzerten und anderen Aufführungen wunderbar zuhören und zusehen kann.
Die Säule vor dem Hauptportal trägt den mit dem Gesicht der Kirche zugewandten Heiligen Benedikt (1709).





