Kollegienkirche - Kirchen und Klöster - Sehenswürdigkeiten - Salzburg-Rundgang

Die Kollegienkirche

Andreas Praefcke, Wikimedia, CC BY 3.0

Am Universitätsplatz, den wochentags bunte Marktstände bevölkern, steht ein prächtiger barocker Sakralbau, die Kollegien- oder auch Universitätskirche. Sie gilt als Meisterwerk von Johann Bernhard Fischer von Erlach. Geweiht ist das Gotteshaus der Unbefleckten Jungfrau Maria. Direkt an die alten Universitätsgebäude und den Furtwänglerpark anschließend entstand die längsgestreckte Kreuzkuppelkirche in den Jahren 1696-1707. Die nach Norden gerichtete Schauseite beeindruckt durch unzählige Details. Die Glockengeschosse der Türme ragen frei auf. Verschmälert gegen Ende ruhen auf der von Balustraden abgeschlossenen Bekrönung vier Statuen.

Im Erdgeschoß des Mittelteils grenzen drei Rundbogenarkaden die Vorhalle ab. Zarte Dekors ranken um große Fensteröffnungen, und im abschließenden Giebelfeld befindet sich das Wappen des Erzbischofs Johann Ernst Thun.

Darüber erhebt sich neben Engelfiguren eine Maria Immaculata eingerahmt durch die Statuen der vier Evangelisten des linken Turmes und die Statuen der vier Kirchenväter des rechten Turmes, gestaltet von Michael Bernhard Mandl.

Durch die mit zartem Stuck verzierte querovale Vorhalle betritt man das lichtdurchflutete Kirchengebäude. Zu beiden Seiten von Engeln getragene Weihwasserbecken eröffnen den Blick in den Hauptraum.

Anstelle eines Hochaltars beherbergte der Chor ursprünglich einen hohen steinernen Tabernakel, einen Aufbewahrungsort für die gewihten Hostien.

Der bestehende Altaraufbau datiert auf 1735 zurück. Auf sieben halbrund angeordneten roten Marmorsäulen thronen Engel, in der Mitte der Erzengel Michael.

Die Figuren um das Tabernakel stellen die Summe menschlichen Geistes vor, darüber thronen allegorische Figuren des Glaubens. Über den Engeln erhebt sich die Stuckglorie aus Wolken, Strahlen und Putten um die schwebende Maria Immaculata. Diesen Entwurf von Fischer von Erlach setzten Diego Francesco Carlone und Paolo d`Allio um. Der Hochaltar stammt von Josef Anton Pfaffinger.

Die reich verzierten Querschiffaltäre erheben sich in kräftigen Farben. Das Altarbild vom Heiligen Karl Borromäus im linken Querschiff schuf Johann Michael Rottmayr 1721. Die Statuen der Heiligen Rupert und Virgil flankieren es.

Das von den Heiligen Erentrudis und Scholastika eingerahmte Altarbild des rechten Querschiffaltars stammt ebenfalls von Johann Michael Rottmayr (1722). Es zeigt den Heiligen Benedikt bei der Taufe eines heidnischen Fürsten.

Nischenfiguren in den Seitenkapellen stellen die Fakultätsheiligen Thomas von Aquin (Theologie), Ivo (Rechtswissenschaft), Lukas (Medizin) und Katharina (Philosophie) dar.

Lageplan und Routenplaner zur Kollegienkirche:

Kollegienkirche
Wiener-Philharmoniker-Gasse 2
5020 Salzburg

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