Das Kapuzinerkloster

Kapuzinerkloster und Kapuzinerkirche liegen am gleichnamigen Stadtberg. Den Aufstieg wagt man am besten von der Linzergasse über den Prügelweg oder von der Steingasse über die Imbergstiege, vorbei am St. Johannes-Kirchlein am Imberg. Der Prügelweg nimmt bei der Linzergasse Nr. 14 seinen Anfang. Entlang des etwas steilen, aber eindrucksvollen Spazierweges befinden sich noch Teile der alten Stadtmauer.

Sechs Kapellen mit Szenen aus der Leidensgeschichte Jesu säumen den Weg. Auf einer Anhöhe bildet eine überdachte große Kreuzigungsgruppe den Abschluß des Kreuzweges.

Als die Kapuziner 1594 nach Salzburg berufen wurden, ließ Erzbischof Wolf Dietrich das Kloster mit Kirche erbauen. Das Kloster wurde an der Stelle des Trompeterschlößls errichtet. Die Nordmauer der Kirche stammt noch von dieser vormaligen Wehranlage. Gemäß den Ordensregeln handelt es sich um einen schlichten Bau, dessen Innenausstattung großteils aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammt.

Die geschnitzte gotische Kirchentür mit zwölf Reliefen, wie der Heiligen Jungfrau, Johannes des Täufers und der Apostel, stammt aus dem alten Dom.

Der Hochaltar datiert auf die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück. Das mittlere Altarbild von 1602 stellt die Anbetung der Hirten dar.

Ein wenig unterhalb des Klosters, bei der Hettweber-Bastei, hat man einen wunderschönen Panoramablick über Salzburg.

Vom Kapuzinerklosterweg kann man auch einen ausgedehnteren Spaziergang zum höher gelegenen Franziskischlößl beginnen oder aber das St. Johannes-Kirchlein am Imberg besichtigen.

Der ursprüngliche Name des Berges, Imberg, hat sich im Namen dieses Kirchleins noch erhalten.Im 14. Jahrhundert wird es erstmals urkundlich erwähnt.

Unter Erzbischof Max Gandolf wurde die Kirche erweitert und barockisiert, sodaß von dem ursprünglichen Bau nichts mehr erkennbar geblieben ist.

 

Lageplan und Routenplaner zum Kapuzinerkloster:

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