Die Kajetanerkirche

Am Kajetanerplatz gegenüber dem Gerichtsgebäude steht die fast palastähnlich aussehende Kajetanerkirche.

Die regelmäßig angelegte Klosteranlage ist nur durch die Tambourkuppel als solche zu erkennen. In den Urkunden sind die Kirche und das Spital erstmals 1150 vermerkt.

Wolf Dietrich erwarb die Gebäude, um ein Priesterseminar einzurichten, berufen wurde dazu der Theatiner- (Kajetaner) Orden. Das Spital wurde 1923 den Barmherzigen Brüdern übergeben.

Die Kirche ist dem Heiligen Maximilian geweiht. In ihrer heutigen Form wurde sie 1685-1697 unter der Leitung von Giovanni Gaspare Zuccalli erbaut. Derselbe Architekt gestaltete auch die Pfarrkirche Nonntal.

Der dreigeschossige Zentralbau ist seitlich von zwei Flügelbauten des ehemaligen Klosters umschlossen und mit diesen in der Fassade zu einer Einheit zusammengefügt.

Anstelle von Türmen bilden volutenverzierte Giebelaufsätze einen optischen Abschluß der Fassade. Die eigentliche Kirchenfront wird durch ionische Säulen hervorgehoben.

Den Innenraum bildet ein Queroval mit vier schmalen Kreuzarmen, der Chor ist halbrund geschlossen. Beeindruckend ist die mächtige Kuppel mit dem Fresko von Paul Troger (1728). Dargestellt wird „Glorie des heiligen Kajetan und seine Aufnahme in den Himmel“.

Weitere Kunstwerke von Troger sind am Hochaltar, dem rechten Seitenaltar und über den Beichtstühlen zu bewundern. Die Gemälde entstanden in der Zeit von 1727-1735.

Im 1. und 2. Geschoß des Klostertraktes kann man die Heilige Stiege besichtigen. Sie ist eine Nachbildung der Santa Scala in Rom.

 

Lageplan und Routenplaner zur Kajetanerkirche:

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