Kajetanerkirche - Kirchen und Klöster - Sehenswürdigkeiten - Salzburg-Rundgang

Die Kajetanerkirche

JJ55, Wikimedia, CC BY-SA 3.0

Am Kajetanerplatz im Salzburger Kaiviertel steht die Kajetanerkirche St. Maximilian. Vom Aussehen her gleicht sie fast einem Palast. Die gesamte Klosteranlage ist sehr regelmäßig angelegt und nur durch die sogenannte Tambourkuppel überhaupt als Kloster zu erkennen. Direkt angeschlossen ist das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder.

Sowohl Kirche als auch Spital sind sehr alt und wurden schon 1150 zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. Hier soll sich auch das Raplbad befunden haben, in dem der Arzt Paracelsus wirkte.

Das Gebäude wurde einst von Wolf Dietrich erworben, der vorhatte, darin ein Priesterseminar einzurichten. Damit beauftragte er den Theatinerorden (auch Kajetanerorden genannt). Das Gebäude wurde im Jahr 1923 den Barmherzigen Brüdern zur Nutzung als Spital übergeben.

Die Kajetanerkirche St. Maximilian ist, wie der Name schon sagt, dem Heiligen Maximilian geweiht. In ihrer heutigen Form wurde sie 1685 bis 1697 erbaut, und zwar unter der Leitung des Italieners Giovanni Gaspare Zucalli, der auch die Pfarrkirche Nonntal gestaltet hatte.

Der Zentralbau der Kirche hat drei Geschosse und ist seitlich von zwei Flügelbauten des ehemaligen Klosters umgeben. Mit diesen ist er in der Fassade zu einer Einheit zusammengefügt.
Anstelle von Türmen dienen volutenverzierte Giebelaufsätze als optischer Abschluss der Fassade. Die eigentliche Kirchenfront wird durch ionische Säulen hervorgehoben.
Den Innenraum bildet ein Queroval mit vier schmalen Kreuzarmen, der Chor ist halbrund geschlossen.

Besonders beeindruckend in dieser Kirche ist die riesige Kuppel, die durch ein Fresko von Paul Troger (1728) verziert wurde. Durch das Fresko soll die "Glorie des heiligen Kajetan und seine Aufnahme in den Himmel" gezeigt werden.

Dieses Fresko ist nicht Paul Trogers einziges Kunstwerk in dieser Kirche: auch am Hochaltar, dem rechten Seitenaltar und über den Beichtstühlen hat er sich in der Zeit von 1727 bis 1735 verewigt.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Heilige Stiege, eine Nachbildung der Santa Scala in Rom. Sie verbindet das 1. und 2. Geschoss des Klostertraktes miteinander.

Lageplan und Routenplaner zur Kajetanerkirche:

Die Kajetanerkirche

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