Die Erhardkirche

Der neben der Kajetanerkirche zweite Sakralbau des Meisters Zuccalli in Salzburg liegt an der Nonntaler Hauptstraße 12. Es handelt sich dabei um die Erhardkirche, die Pfarrkirche Nonntal. Ab dem 13. Jahrhundert befand sich an diesem Platz die Erhardkapelle. 1310 entstand daneben das sogenannte Siechhaus für Pest- und Aussatzkranke.

Zur Zeit des Erzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau diente dieses Gebäude als Spital für Dienstboten des Domkapitels.

Giovanni Gaspare Zuccalli wurde von Erzbischof Max Gandolf zum Bau einer neuen Kirche beauftragt (1685-1689).

Das hochgelegene Portal der Erhardkirche mit der doppelläufigen Treppe war wegen der häufig auftretenden Überschwemmungen des Nonntals durch die Salzach notwendig.

Dem barocken Zentralbau mit hoher Tambourkuppel ist eine Säulenhalle vorgesetzt. Die Türme mit kuppeliger Haube weisen gleich hohe achteckige Glockengeschoße auf.

Das Innere erstreckt sich von der Kuppel ausgehend auf drei Halbkreisapsiden. Die größtenteils terrakottafärbigen Stuckverzierungen schufen Francesco und Carlo Antonio Brenno und Ottavio Mosto.

Der Hochaltar von Andreas Götzinger (1692) mit gedrehten Säulen paßt sich harmonisch zwischen zwei Fenstern in das Halbrund der Apsis.

Das Altarbild von Johann Michael Rottmayr aus dem selben Jahr zeigt den Heiligen Erhard bei der Taufe Ottilies.

Acht Rundmedaillons mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Erhard zieren die Kuppel. Die Altarblätter der Seitenaltäre werden Frans de Neve zugeschrieben.

 

Lageplan und Routenplaner zur Erhardkirche:

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