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Der Dom zu Salzburg - Geschichte

Der Domplatz ist eine der ältesten Kultstätten der Stadt Salzburg und des Landes. Bereits in römischer Zeit soll hier ein Heiligtum mit Opferstätte gewesen sein. Dies jedoch ist nur schwer nachweisbar. Ohne Zweifel hingegen ist, daß der erste Dom vom Heiligen Virgil errichtet wurde. Vielleicht wurde der Bau des Domes sogar schon vom Heiligen Rupert begonnen. Dies erklärt man damit, dass der Grundriss des alten Doms mit jenem in Worms übereinstimmt, wo die Bischofskirche des Heiligen Rupert war.

Der erste Dombau ist urkundlich bereits 774 nach Christus erwähnt. Zu dieser Zeit ließ Virgil die Reliquien des Heiligen Rupert im neu errichteten Dom beisetzen.

Der Virgil-Dom wurde von 767 bis 774 errichtet und war mit 66 Meter Länge und 33 Meter Breite eine der größten Kirchenbauten der damaligen Christenheit. Erzbischof Arno (785-821) ließ einige Umbauten am Dom vornehmen.

Die Basilika des Heiligen Virgil stand jedoch nicht einmal 70 Jahre. Im Jahr 842 brannte der Dom nach einem Blitzschlag ab. Bereits um 845 wurde mit der Erneuerung des Doms begonnen.

Unter Erzbischof Hartwig wurde von 1000 bis 1020 n. Chr. ein langgestreckter Chor mit Krypta und eine Verlängerung des Doms nach Westen erbaut. Konrad I. ließ von zwischen 1106 und 1147 zwei Westtürme errichten.

1167 brannte der Virgil-Dom erneut ab. So kam es unter Erzbischof Konrad III. zu einem Neubau des Salzburger Doms.

Es war die größte Kirche die je in Salzburg stand. 122 Meter Länge, 48 Meter Breite, eine Querhauslänge von 57,5 Meter und eine Grundfläche von 5.200 m2 machten dieses Bauwerk zur größten fünfschiffigen Kirche im deutschen Sprachraum.

Um das Jahr 1200 wurde der neue Dom eingeweiht. Er hatte ein Querschiff mit Apsiden an der Stirn- und der Ostseite, einen achteckigen Vierungsturm und einen Chor in der Breite des Mittelschiffs.

Zwischen 1127 und 1598 brannte der Dom mehrmals. 1167 hatten die Grafen von Plain die Stadt angezündet und so brannte auch der Dom ab. 1312 wütete ein Stadtbrand so heftig, dass sogar die Domglocken schmolzen.

Doch wie oft der Dom auch brannte, die Salzburger bauten ihr Gotteshaus immer wieder auf.

Erst der achte Brand brachte den Untergang des romanischen Domes. In der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 1598 vernichtete ein Feuer das Dach und die Türme des Doms. Im Jänner stürzte aufgrund von starken Regenfällen das Gewölbe des Gotteshauses ein.

Fürsterzbischof Wolf Dietrich gab daraufhin den Befehl den alten Dom abzureißen und einen neuen Dom zu errichten. 7 Jahre dauerten die Abbrucharbeiten. Vom alten Dom sind heute nur mehr in der Krypta einige Reste sichtbar.

Erzbischof Wolf Dietrich holte sich als Baumeister den Italiener Vincenzo Scamozzi. Dieser plante einen Dom, der noch größer sein sollte als das vorige Gebäude. 16.000 Menschen hätten in diesem Dom an der Messe teilnehmen können. Damit hätte die gesamte Bevölkerung der damaligen Stadt in diesem Gotteshaus Platz gefunden und sogar der sehr auf Prunk und Glanz bedachte Erzbischof Wolf Dietrich hielt dies für überdimensioniert. Er ließ also 1611 einen kleineren Dom bauen. Da es aber 1612 zum Konflikt mit den Bayern kam, konnte dieser Bau nicht vollendet werden.

Der Nachfolger Wolf Dietrichs Erzbischof (Markus Sittikus) beauftragte 1614 Santino Solari mit dem Bau eines neuen Doms. Beim Tode von Markus Sittikus war der Dom bis zum Dach aufgebaut.

Unter Paris Lodron wurde der Dom schließlich vollendet und 1628 eingeweiht. Die Türme wurden 1652 bis 1655 fertiggestellt.

Zweimal wurde dieser Dom seither stark beschädigt. 1859 brach bei Renovierungsarbeiten ein Feuer aus, und am 16. Oktober 1944 wurde der Dom durch eine amerikanische Fliegerbombe so schwer getroffen, dass die Kuppel einstürzte.

Von 1945 bis 1959 wurde der Dom wiederaufgebaut. An die Bombardierung des Domes erinnert heute noch die "Bombenmesse" des Domkapellmeisters Joseph Messner.

Seit der feierlichen Einweihung durch Erzbischof Andreas Rohracher im Jahr 1959 ist der Dom wieder der Stolz der Diözese Salzburg.