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Der Dom zu Salzburg - Die Fassade

Die zum Domplatz hingewandte Domfassade mit ihrem Figurenschmuck und den sie flankierenden Türmen ist besonders prachtvoll.

Die horizontal dreigeteilte Fassade ist mit Untersberger Marmor verkleidet. Vor den Portalen stehen auf Sockeln vier überlebensgroße Figuren. Die Sockel tragen die Wappen von Erzbischof Guidobald von Thun und Erzbischof Johann Ernest von Thun.

Die äußeren beiden Figuren aus dem Jahr 1660 stammen von Bartolomäus van Opstal. Sie stellen rechts den Heiligen Rupert mit einem Salzfaß und links den Heiligen Virgil mit der Kirche dar. Die beiden mittleren Figuren wurden 1697 bis 1698 von Bernhard Michael Mandl geschaffen.

Links steht, erkennbar am Schlüssel, der Heilige Petrus und rechts der Heilige Paulus mit dem Schwert. Hinter den vier großen Figuren liegt der Eingang des Doms. Die drei großen Bronzetore wurden 1957 und 1958 geschaffen und zeigen die drei göttlichen Tugenden. Links das "Tor des Glaubens", geschaffen von Toni Schneider-Manzell, in der Mitte das "Tor der Liebe" von Giacomo Manzu und rechts das "Tor der Hoffnung" von Ewald Mataré.

Auf der Balustrade im 2. Stock sieht man die Figuren der vier Evangelisten. In den Giebelaufsätzen der Fenster findet man Löwe und Steinbock, die Wappentiere von Paris Lodron und Markus Sittikus.

Über dem Mittelfenster sind zwei Engelsfiguren angebracht, die eine Krone halten. Diese Krone krönt die Marienstatue auf dem Domplatz. Um dies zu erkennen, muß man jedoch genau unter den Arkaden des Wallistrakt stehen.

Auf dem Giebel des Doms stehen links Moses mit der Gesetzestafel, rechts Elias und erhöht in der Mitte Christus Salvator (der Heiland). Diese drei Figuren dürften um das Jahr 1660 von Tommaso di Garona, dem Meister des Residenzbrunnens geschaffen worden sein.

Die Seitentürme sind ebenfalls dreigeteilt. Die Geschosshöhe nimmt nach oben hin ab und die Geschosse sind mit toskanischen, ionischen und korinthischen Pilastern bestückt. Auf das dritte Geschoß ist noch ein Tambourgeschoss mit Kuppel aufgesetzt.

Das zweite Geschoss der Türme trägt die Turmuhr. In den Tambourtürmchen sind die Glocken des Domes eingehängt. 1628 hatte Erzbischof Paris Lodron die Glocken geweiht. 1942 mussten sie, bis auf zwei, die Marienglocke und die Virgilusglocke, abgenommen werden. Seit 1961 sind jedoch wieder sieben Glocken in den Türmen. Die größte davon ist die Salvatorglocke mit einem Gewicht von 14256 kg, die zweitgrößte Glocke Österreichs. Die Schlagglocken sind die 820 kg schwere Rupertusglocke für den Stundenschlag und die Josephsglocke für die Viertelstunde.