Mirabellgarten - Schloss Mirabell - Burgen und Schlösser - Sehenswürdigkeiten - Salzburg-Rundgang
 

Andrew Bossi, Wkikimedia, CC BY-SA 2.5

Mirabellgarten mit Blick auf die Festung Hohensalzburg

Schloss Mirabell - Der Mirabellgarten

Andrew Bossi, Wkikimedia, CC BY-SA 2.5

Der Mirabellgarten liegt auf einer Nord/Süd-Achse, die den Blick auf den Dom und die Festung richtet.
Ab 1689 wurde der Schloßgarten unter Fürsterzbischof Johann Ernst Thun nach Plänen von Johann Berhard Fischer von Erlach umgestaltet, ca. 1730 von Franz Anton Danreiter ein zweites Mal verändert.

Im 19. Jahrhundert führte eine weitere Umgestaltung zum Abbruch verschiedener Elemente (z.B. die Arkaden gegen den Mirabellplatz, der "alte" Zwerglgarten). Das große Parterre ist der ursprünglichste Teil des heutigen Mirabellgartens.

Betritt man diesen Teil des Gartens vom Eingang Richtung Makartplatz, trifft man zuerst auf die innere und äußere Abschlussbalustrade, flankiert von zwei Kopienpaaren des Borghesischen Fechters (Ende 17. Jht.).

Auf den Balustraden stehen die Statuen römischer Gottheiten. Sie wurden im Jahr 1689 gemacht. Die weiblichen Gottheiten sind Diana, Flora, Minerva, Ceres, Pomona, Venus, Vesta und Juno, zu den männlichen gehören Kronos, Bacchus, Jupiter, Mars, Herkules, Vulkan, Hermes und Apollo.

Das große Parterre wird von einem Geländer umgeben, das mit großen Marmorvasen (z. T. von Johann Bernhard Fischer von Erlach) besetzt ist. Im Zentrum steht das Springbrunnenbecken, gesäumt von 4 Figurengruppen. Diese Gruppen werden auch Raptusgruppen genannt, da in ihnen allen das Motiv des Raubes vorkommt. Außerdem stehen sie für die vier Elemente. Die Gruppen zeigen den Raub der Proserpina, den Raub der Helena, die Szene wie Herkules den Riesen Antäus erwürgt und wie Äneas seinen Vater Anchises aus dem brennenden Troja rettet.

Neben diesem Hauptteil liegt rechts in Richtung Mirabellplatz ein kleiner Hof mit den dazugehörigen Bauten, in denen früher die Orangerie untergebracht war. Sie diente hauptsächlich zur Zucht von Orangenbäumchen. In einem dieser Trakte hat heute das "Salzburger Barockmuseum" seinen Sitz, im nördlichen Gebäude befindet sich noch immer ein Glashaus.

Im kleinen Parterre vor dem Schlossportal, das direkt an das große Parterre anschließt, steht seit 1913 ein kupferner Pegasus als Brunnenfigur (Kaspar Gras, 1661). Über die Freitreppe, die von einem Einhornpaar flankiert ist, erreicht man das Vogelhaus mit der Gitterkupppel (um 1700). Es wird heute als Ausstellungsraum verwendet.