Wasserspiele - Schloss Hellbrunn - Burgen und Schlösser - Sehenswürdigkeiten - Salzburg-Rundgang

Schloss Hellbrunn - Die Wasserspiele

Seine große Bekanntheit und Beliebtheit verdankt das Schloss Hellbrunn vor allem einem Teil seiner Anlage: dem Lustgarten mit den Wasserspielen.

Westlich und auf beiden Seiten des Schlosses erstreckt sich der Lustgarten. Darin gibt es dekorative Architekturen, Brunnen, eine langgestreckte Teichanlage und fünf künstlich angelegte Grotten. Alle Skulpturen und Statuen, die in diesem Garten stehen, wurden von italienischen und österreichischen Bildhauern gemacht, und zwar unter der Anleitung Santino Solaris.

Mittels der Wasserkraft eines Baches werden verschiedene Springbrunnen, versteckte Wasserdüsen und andere Apparaturen zum Staunen der Zuschauer betrieben. Diese befinden sich in den Grotten oder in eigenen Gebäuden entlang des Baches.

Drei der Grotten sind an die Mythologie angelehnt: Die größte ist dem Meeresgott Neptun (Poseidon) gewidmet, außerdem gibt es noch die Orpheus- und Venus-Grotte. Daneben existieren die Vogelsang-Grotte mit Vogelgezwitscher und die Ruinen- und Spiegelgrotte, die seine Späße mit den Sinnen der Besucher treibt.

Was die Brunnen betrifft, so können die Besucher auf Eurydike, Neptun, Akteon und Diana (Artemis, Göttin der Jagd) treffen. Der größte Brunnen des Gartens befindet sich an der Rückseite des Schlosses und bedient sich einer natürlichen Wasserquelle.

Die berühmten Wasserspiele bestehen aus fünf Wasserautomaten, die geschickt in das Gesamtensemble integriert sind. Drei dieser Automaten sind Handwerker - Müller, Schleifer und Töpfer, die übrigen beiden "gehören" dem Gott Apollo und dem Halbgott Perseus.

Markus Sittikus ließ also eine Anlage erbauen, mit der er seine Besucher gut unterhielt. Die Unaufmerksamen werden auch heute noch oft von den plötzlichen Wasserstrahlen überrascht. Zu den Automaten wurde 1749 - 1752 noch ein wasserkraftbetriebenes mechanisches Theater mit 138 beweglichen Holzfiguren errichtet. Es wurde von Lorenz Rosenegger gemacht, um die baufällige Schmied-Grotte zu ersetzen.

Auch im Freilufttheater konnte Markus Sittikus seine Besucher ein bisschen zum Narren halten. An den dortigen Steintisch lud er gerne Gesellschaften ein. Wenn sie schon etwas angeheitert waren, konnte der Fürsterzbischof sie mit den in den Stühlen integrierten Wasserdüsen wieder wach rütteln.