Salzburgs Mauern - Kapuzinerberg Wehranlagen

Bereits im 13. Jahrhundert gab es vereinzelt Wehranlagen am Kapuzinerberg. Vom Trompeterschlößl, auf dessen Grundmauern die Kapuzinerkirche errichtet wurde, reichten Mauern zum Inneren Steintor (in der Steingasse) und zum Ostertor (dieses befand sich bei der Linzergasse 12).

Während des Dreißigjährigen Krieges bezog Erzbischof Paris Lodron 1629-1632 den gesamten Berg ins Verteidigungskonzept der Stadt mit ein.

Die Südseite des Berges wurde mit einer undurchdringbaren Wehranlage versehen. Die Nordseite des Berges hingegen bedurfte wegen ihrer Steilhänge keiner Befestigungsmauern.

Auf etwa halber Höhe des Prügelweges steht das Felixtor. Die Befestigungsanlage mit Konglomeratportalen wurde 1632 erbaut. Im Dachgeschoß befanden sich ursprünglich breitrechteckige Schießluken. Vom Felixtor vorbei am Kapuzinerkloster bis zum Franziskischlößl, führt eine massive Wehrmauer, die an exponierten Stellen Ausgucktürmchen aufweist.

Das Franziskischlößl bildet den äußersten und höchstgelegenen Stützpunkt der Höhenbefestigung. 1629 unter Paris Lodron; mit tiefen Gräben, Zugbrücke, starkem Mauerwerk, vorspringenden Erkern und Schießscharten ausgestattet.

Heute beherbergt das Schlößl eine im Sommer gern besuchte Gaststätte. Sie ist auch von Aigen über einen steilen Waldweg erreichbar. Die Mühe lohnt sich, da von einer Lichtung neben dem Gebäude der Blick ins obere Salzachbecken frei wird.

Ein wenig über dem Kapuzinerkloster befindet sich ein weiteres Gebäude, das Paschingerschlößl. Im 17. Jahrhundert erbaut, kam es seither zu mehreren Besitzwechseln, unter anderem wurde das Paschingerschlößl 1919-1937 vom berühmten Schriftsteller Stefan Zweig bewohnt.

Lageplan und Routenplaner zum Kapuzienerberg:

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