Carabinieri und Rittersaal - Fürsterzbischöfliche Residenz - Burgen und Schlösser - Sehenswürdigkeiten - Salzburg-Rundgang

Fürsterzbischöfliche Residenz - Carabinieri und Rittersaal

Der Carabinieri- und der Rittersaal sind die zwei bedeutendsten der zahlreichen Prunkräume im 1. Obergeschoss des Haupttrakts der Residenz.

Der Carabinierisaal, zum Domplatz hin gelegen, bildet ein langgezogenes Rechteck mit einer zweifachen Reihe von Doppelfenstern.

Ihr Name stammt von der Leibgarde des Erzbischofs, welcher er auch als Aufenthaltsraum diente. Zu bestimmten Anlässen wurde er auch als Theater- und Festsaal genutzt. Ursprünglich um 1600 gebaut, wurde er 1660 erhöht und 1689 neu ausgestaltet: Riesenpflaster auf hohen Sockeln mit ionischen Kapitellen und Kranzgesimsen auf Konsolen wurden hinzugefügt.

Der reichhaltige Stuck an den Wänden stammt von Francesco und Carlo A. Brenno bzw. von Antonio Carabelli (1689). Über dem Gesims umgibt den Saal ein Blattstab.

Die drei großen Deckengemälde stammen von J. M. Rottmayr (1689) und stellen die 4 Elemente mithilfe von Abbildungen aus der römischen Mythologie dar: in der Mitte gebietet Neptun dem Wind (Wasser und Luft), links sieht man die Kalydonische Eberjagd (Erde) und am rechten Bild eine Schmiede des Vulcanus (Feuer). In den vier Eckmedaillons werden die Windgötter dargestellt.

Die vier Marmorportale sind aus älterer Zeit (ca. 1610).

An der Ecke von Dom zum Residenzplatz schließt der Rittersaal an. Die Deckengemälde, die verschiedene Lebensstationen Alexander des Großen zum Thema haben, stammen ebenfalls von Johann Michael Rottmayr und wurden 1714 gemacht.

Das Hauptbild zeigt die Zähmung des Pferdes Bukephalos durch Alexander. Über den Gesimsen sind vollplastische, allegorische Figuren und in den Ecken Waffentrophäen dargestellt. Die nach Osten gehende Tür (1770) öffnet den Verbindungsgang zum Dom.

Diese Prunkräume können im Rahmen einer Führung besichtigt werden.