Allgemeine Informationen über die Festung Hohenwerfen.

Seit vielen Jahrhunderten kontrolliert die Burg Hohenwerfen den Weg über den Pass Lueg.

Schon im 11. Jahrhundert ließ Erzbischof Gebhard diese Burg als Sperriegel für den Weg in und übers Gebirge errichten. Der "Investiturstreit" zwischen dem Papst und dem Kaiser hatte damals seinen Höhepunkt erreicht. Daher ließ der Erzbischof von Salzburg zeitgleich drei mächtige Burgen errichten: die Hohensalzburg, die Burg Hohenwerfen und den Petersberg ob Friesach. Erzbischof Konrad I. ließ bereits Mitte des 12. Jahrhunderts die erste, 1077 errichtete Burganlage verstärken. Kleinere Um- und Neubauten wurden bis ins 16. Jahrhundert hinzugefügt.

Die Bauernkriege von 1525 und 1526 wirkten sich für die Burg Hohenwerfen verheerend aus. Die aufständischen Bauern, die gegen Salzburg vorrückten, überrannten die Burg.

Hohenwerfen wurde kampflos aufgegeben und von den Bauern niedergebrannt. Nacder Niederschlagung der Bauernaufstände ließ der Fürsterzbischof Matthäus Lang von Wellenburg die Burg Hohenwerfen neu errichten. Als Strafe mußten die Bauern der Gegend um Werfen Robot beim Wiederaufbau leisten.

1563 ließ Erzbischof Johann Jakob Kuen-Belasy ein umfangreiches Bauvorhaben auf der Burg Hohenwerfen durchführen. Er ließ die Burganlage in italienischer Festungsbaukunst umbauen. Die Burg sollte auch den neuen Feuerwaffen standhalten. 1573 ließ Erzbischof Johann Jakob den großen Palas errichten.

Im 30jährigen Krieg wurde die Burg dann nochmals stark befestigt.

Erzbischof Paris Lodron ließ einen großen Pulverturm und 1623 eine prächtige Marmorzisterne errichten.

In den Napoleonischen Kriegen musste man den Franzosen alle Kanonen ausliefern. 1807 schließlich stand man vor der Frage, die Burg in ein Staatsgefängnis umzuwandeln oder sie zu schleifen.

Kaiser Franz I. von Österreich sprach sich damals gegen die Zerstörung der Burg aus, doch die Bayern, an die das Fürsterzbistum Salzburg damals fiel, kümmerten sich natürlich nicht um die alte Burg.

1824 bis 1833 wurde die stark verfallene Burg schließlich renoviert. 1896 erwarb sie Erzherzog Eugen. Ein Großbrand zerstörte schließlich 1931 große Teile der Burg.

Bereits ein Jahr später war der Wiederaufbau jedoch abgeschlossen. 1938 ging die Burg Hohenwerfen in den Besitz des Gaues Salzburg über.

Bereits in der ersten Phase der Bauzeit der Burg Hohenwerfen dürfte die Burgkapelle errichtet worden sein.

Sie ist dem Hl. Sigismund geweiht und zeigt heute noch Spuren romanischer Bausubstanz. Früher war sie ein freistehender dreischiffiger Bau. 1565 wurde die Kapelle umgebaut und die Kapellenbastei vorgelagert.

Der Hochaltar stammt von Konrad Schwarz aus dem Jahr 1650. In der Altarmitte befindet sich eine Holzstatue "Maria mit Kind", ca. 1480. Figuren eines Bischofs, Statue der Hl. Katharina und des Hl. Sigismund umrahmen den Altar.

Die Seitenaltäre stammen aus den Jahren 1550 bis 1560 und zeigen rechts den Hl. Benno und links Christus am Ölberg.

Die Burg Hohenwerfen bietet als eine besondere Attraktion eine Greifvogelschau.

Dieses "lebende Museum" gibt einen guten Einblick in die hohe Kunst der Falknerei. Die Jagd mit Greifvögeln war im Mittelalter ein hochherrschaftliches Privileg und wird hier auf der Burg Hohenwerfen weitergeführt.

Die Flugvorführungen mit freifliegenden Greifvögeln finden von Mai bis Oktober jeden Tag statt.

Im Zeughaus befindet sich eine Waffenschau aus dem Salzburger Museum Carolino Augusteum.

Im untersten Geschoß der Ausstellungsräume befindet sich eine Sammlung alter Feuerwehrgeräte aus dem Markt und der Burg Werfen. Neben der militärischen Funktion hatte Hohenwerfen noch eine wichtige Rolle.Die Burg war über Jahrhunderte Fronfeste und Staatsgefängnis. Inhaftiert waren hier beispielsweise der Erzbischof Adalbert III. Er verbrachte hier aber nur 14 Tage. Die aufständischen Bauern hielten hier 1525 den steirischen Landeshauptmann Siegmund gefangen. Der wohl prominenteste Gefangene aber war Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau. Er wurde hier im Jahr 1611 gefangengehalten, bevor er auf die Festung Hohensalzburgkam.

Neben diesen bekannten Persönlichkeiten gab es natürlich viele unbekannte Leute, die teilweise sehr lange in dieser Burg einsaßen.

Weitere Informationen:

Festung Hohenwerfen
5450 Werfen
Tel.: +43 (0) 6486 / 7603
Fax: + 43 (0) 6468 / 76 03 - 4
Email:

Anfahrtsplan und Routenplaner zur Erlebnisburg Hohenwerfen:

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