St. Georgs Kirche - Details - Festung Hohensalzburg - Burgen und Schlösser - Sehenswürdigkeiten - Salzburg-Rundgang

Festung Hohensalzburg - Die St. Georgs Kirche

Andrew Bossi, Wikimedia, CC BY-SA 2.5

Die Kirche auf der Festung Hohensalzburg ist dem Heiligen Georg geweiht und wurde laut Bauinschrift zwischen 1501 und 1502 erbaut. Bauherr war Erzbischof Leonhard von Keutschach.

Die Georgskirche trägt ein steiles Satteldach und hat am Westende ein spitzes Uhr- und Glockentürmchen. Ebenfalls auf der Westseite befindet sich das spitzbogige Portal über dem etwas nach rechts versetzt das überlebensgroße Relief des Heiligen Christophorus zu sehen ist.

Unter einem kleinen flachen Vordach findet man an der Südseite, also zum Burghof hin, das Keutschacher-Denkmal. Diese bedeutende spätgotische Bildhauerarbeit wird Meister Hans Valkenauer zugeordnet.

Das Denkmal aus dem Jahr 1515 zeigt den segnenden Leonhard von Keutschach und zwei Diakone (mit Kreuz, Hut und Missale). Die Inschrift besagt: "Hie gibt Erzbischove Leonhard zu Salzburg geborn von Keutschach den segen über des stiffts Salcburg landt." 1515.

Oberhalb des Keutschacher-Denkmals befindet sich ein Kreuzigungsrelief aus Adneter Marmor (rot) aus dem Jahr 1500.

Der Innenraum der Georgskirche ist vierjochig mit einem 3/8-Schluß. Ein reiches Netzgewölbe mit Schlingrippen und Kreismotiven bildet die Decke. Durch zwei spitzbogige Fenster dringt Licht in das Innere der Kirche.

Der Hochaltar aus Marmor mit einem hohen Unterbau datiert zurück in die Jahre 1776 bis 1779.

Das Altarbild von Frans de Neve aus dem Jahr 1672 zeigt den Heiligen Georg als Drachentöter. Es wird von zwei Säulen flankiert und hat als Giebelaufsatz ein Marienbild.

Seitlich des Altars befinden sich Opfergangsportale, darüber der Heilige Rupert und der Heilige Virgil.

In der Georgskirche gibt es noch zwei Seitenaltäre aus dem 18. Jahrhundert. Der südliche Altar ist dem Heiligen Sebastian und dem Heiligen Florian geweiht. Er trägt als Aufsatzbild den Heiligen Nepomuk.

Der nördliche Altar ist der Verkündigung geweiht, mit dem Aufsatzbild der Heiligen Anna. Beide Altäre haben einen Marmoraufbau mit seitlichen Pilastern.

An den Wänden befinden sich 13 Reliefplatten aus Adneter Marmor, die nach Kupferstichen von Martin Schongauer "Christus und die 12 Apostel" zeigen.

Die Glocken der Georgskirche wurden im Jahr 1638 von Jakob Lidel gefertigt.