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Gryffindor, Wikimedia, CC BY-SA 3.0

Festung Hohensalzburg - Der Hohe Stock

Gryffindor, Wikimedia, CC BY-SA 3.0

Der Hohe Stock ist das Hauptgebäude der Festung. Er ist auch gleichzeitig der älteste Teil von Hohensalzburg.

Im Jahre 1077 ließ Erzbischof Eberhard hier einen romanischen Wohnturm errichten. Dieser Teil der Festung erfuhr die meisten Um- und Ausbauten, war er doch auch lange Zeit Residenz des Fürsterzbischofs.

Heute ist der Hohe Stock ein viergeschossiger Bau mit zahlreichen Erkerbauten und einem Grabendach, das von vier Feuertürmen überragt wird. Das Gewölbe stammt aus der Zeit Paris Lodrons.

Im Obergeschoss befinden sich die erzbischöflichen Wohnräume. Einlass findet man durch Kielbogenportale aus Adneter Marmor. Plastische Halbfiguren entlang der Wände dienen als Wappenhalter. Sie tragen die Wappen des Erzstiftes, der Erzbischöfe und der Suffragne. Bemerkenswert ist hier die wunderschön verzierte Holzdecke. Gegen Osten befindet sich die Hauskapelle des Erzbischofs, die sogenannte Leonhardskapelle, deren Chor als Erker in den Hof hinausragt.

Südlich an die Kapelle grenzt der romanische Palas an. Hier hat man im Jahr 1979 spätromanische Fresken freigelegt. Sie zeigen den Herrscher mit Krone und seine Vasallen mit Schwurschwertern.

Heute befindet sich in diesem Teil der Festung das Burgmuseum. Es ist ein Teil des Salzburg Museum und beherbergt eine große Sammlung an Waffen, Plastiken und Gemälden.

In der Kapelle sind sakrale Kunstgegenstände ausgestellt. Ein Besuch des Burgmuseums ist sicher sehr lohnenswert.

Im dritten Stock befinden sich die sogenannten Fürstenzimmer. Sie wurden 1498 eingebaut. Die Portale aus Adneter Marmor sind rundbogig und reich profiliert. Überall findet man hier das Wappen Leonhards von Keutschach.

Ein besonderer Raum in den Prunkräumen hier ist die "Goldene Stube". Sie ist mit Holz ausgeschlagen, das mit unzähligen goldenen Knöpfen und Ornamenten verziert ist. Die oben abgeschrägten Türen in den Fürstenzimmern sind mit detailreichem geschnitztem Dekor überzogen und mit Goldbeschlägen verziert. Selbst die Türschlösser in der "Goldenen Stube" sind kunstvoll ausgeführt. In der Goldenen Stube befindet sich ein Kachelofen, der wohl mit Recht als bedeutendstes Werk der spätgotischen Hafnerkunst gewertet werden kann. Er wurde in einer Salzburger Werkstätte in der Steingasse gefertigt. Dieser Kachelofen hat einen rechteckigen Unterbau, der auf Löwenfüßen ruht. Seine Kacheln sind bunt und glasiert und zeigen neben Ornamenten auch mittelalterliche Figuren. Man findet Wappen (Kaiser, Erzbischöfe, Reichsadler) genauso wie Szenen aus der Bibel. Dieser Kachelofen beweist die hohe Kunstfertigkeit der Salzburger Hafner ebenso, wie der berühmte Spottofen, der sich heute im Salzburg Museum befindet.

Neben dem Kachelofen ist auch die Decke der Goldenen Stube wunderschön ausgestaltet.

Die übrigen Räume im dritten Stock des "Hohen Stocks" beherbergen das Rainer-Regimentsmuseum.