Die Burg Mauterndorf
Nordöstlich des Ortes Mauterndorf, auf einem markanten Hügel am Eingang des Taurachtales, liegt die Burg Mauterndorf. Sie war von 1253 bis 1806 im Besitz des Domkapitels.
Im Jahre 1253 gab der Papst die Erlaubnis hier eine Burg zum Schutz der Zoll- und Mautstation zu errichten. Zuerst wurde nur eine Ringmauer mit einem freistehenden Burgfried errichtet. Dieser hatte 5 Geschosse und darunter ein gewölbtes Verlies.
Später wurde dann ein dreigeschossiger Palas errichtet. Er beherbergt im 2. Obergeschoß den Rittersaal. Noch im 14. Jahrhundert erfuhr der Palas eine Erweiterung.
Es wurden später das Fresko des Hl. Christophorus und die Wappen der Dompropstei und des Dompropstes Gregor Schenk von Osterwitz angebracht (1385 bis 1396). Die zweite Ringmauer wurde parallel vorgesetzt und damit die Tauernstraße gesperrt. So hatte man endlich die Kontrolle über alle Waren, die in diesem Abschnitt übers Gebirge gebracht wurden.
Von der zweiten Hälfte des 15. bis zum ersten Viertel des 16. Jahrhunderts wurden eine Reihe von Um- und Ausbauten an der Burg durchgeführt. Sowohl die Burgmauer als auch der Palas wurden vergrößert.
Besonders erwähnenswert ist der Einbau der "Keutschacher-Zimmer" in die Burg. Sie sind wegen ihrer Holzvertäfelung und Rankenbemalung sehenswert.
Es gab dann noch kleinere Umbauten, doch mit der Säkularisierung von Salzburg begann der Verfall der Burg. Erst 1894 kam es erstmals zu einer Renovierung.
Seit 1968 ist die Burg Mauterndorf wieder im Besitz von Salzburg.
Die Schloßkapelle der Burg Mauterndorf war ehemals den Heiligen Heinrich, Kunigunde und Virgil geweiht. Die erste Weihe fand bereits im Jahre 1339 statt.
Die Kapelle ist ein Langhausbau über einem Rechteckgrundriß. In ihr finden sich gotische Wandmalereien aus dem 2. Viertel des 14. Jahrhunderts.
Der Flügelaltar aus dem Jahr 1455 zeigt drei Figuren: in der Mitte die Jungfrau Maria mit Kind, links die Heilige Katharina und rechts die Heilige Barbara.
Die Malerei auf dem Altar zeigt neben mehreren Heiligen auch die Wappen der Dompropstei und das der Gemeinde Weißpriach.





