Burg Mauterndorf - Burgen und Schlösser - Sehenswürdigkeiten - Salzburg-Rundgang

Die Burg Mauterndorf

Nordöstlich des Ortes Mauterndorf, auf einem markanten Hügel am Eingang des Taurachtales, liegt die Maut-Burg Mauterndorf. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Mit dem Bau wurde 1235 begonnen, nachdem die Erlaubnis zur Errichtung einer Burg zum Schutz der Zoll- und Mautstation gegeben wurde. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg fand im Jahr 1253 statt. Von da an wurde nämlich der Übergang über den Radstädter Tauern, der unter Leonhard von Keutschach errichtet worden war, durch die Burg gesichert.

Anfangs wurde nur eine Ringmauer mit freistehendem Burgfried errichtet. Dieser hatte 5 Geschosse und darunter ein gewölbtes Verlies. Später wurde ein dreigeschossiger Palas hinzugefügt, der im 2. Obergeschoss den Rittersaal beherbergte. Dieser Palas wurde in späteren Jahrhunderten noch erweitert. 

Es gab dann noch eine Reihe wichtiger Um- und Anbauten. Besonders erwähnenswert ist der Einbau der "Keutschacher-Zimmer" in die Burg. Sie sind wegen ihrer Holzvertäfelung und Rankenbemalung sehenswert.

Es wurden später das Fresko des Hl. Christophorus und die Wappen der Dompropstei und des Dompropstes Gregor Schenk von Osterwitz angebracht (1385 bis 1396). Die zweite Ringmauer wurde parallel vorgesetzt und damit die Tauernstraße gesperrt. So hatte man endlich die Kontrolle über alle Waren, die in diesem Abschnitt übers Gebirge gebracht wurden.

Bis 1806 blieb die Burg Mauterndorf im Besitz des Domkapitels, nach der Säkularisierung Salzburgs wurde sie zum Staatseigentum. Weil niemand sich mehr die Mühe machte, dem Verfall der Burg Einhalt zu gebieten, wurde sie 1832 aufgrund des schlechten Zustands zur Ruine erklärt. 

Doch 1894 wurde die Burg von Dr. Hermann von Epenstein gekauft, der sie renovieren ließ. Unter großem finanziellen Aufwand wurde versucht, die renovierte Burg möglichst genau wie das Original aussehen zu lassen.

Nachdem weitere Mitglieder der Familie Epenstein die Burg besaßen, ist die Burg seit 1968 wieder im Besitz Salzburgs. Sie wurde erneut restauriert und beherbergt heute im Südturm das Landschaftsmuseum des Lungau. Außerdem gibt es eine Erlebnisaustellung, die einen Einblick in das Leben im Mittelalter gibt.

Die Schlosskapelle der Burg Mauterndorf war ehemals den Heiligen Heinrich, Kunigunde und Virgil geweiht. Die erste Weihe fand bereits im Jahre 1339 statt.Die Kapelle hat einen Rechteckgrundriss und ist ein Langhausbau. In ihr finden sich gotische Wandmalereien aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts.

In der Kapelle gibt es einen Flügelaltar. Er stammt aus dem Jahr 1455 und zeigt drei Figuren: links die Heilige Katharina, in der Mitte die Jungfrau Maria mit Kind und auf der rechten Seite die Heilige Barbara. Außerdem sieht man auf dem Altar die Wappen der Dompropstei und das Wappen der Gemeinde Weißpriach.

Öffnungszeiten:
1. Mai - 31. Oktober: 10:00 bis 18:00 Uhr

Anfahrtsplan und Routenplaner zur Burg Mauterndorf:

Burg Mauterndorf
5570 Mauterndorf

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