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Salzburg Museum - Die Schnabelkanne

Seit ihrer Auffindung im Jahr 1932 ist die Schnabelkanne vom Dürrnberg eines der bedeutendsten archäologischen Stücke Österreichs. Sie stammt aus keltischer Zeit und wurde in den Ostalpen gefunden. Die Schnabelkanne ist ein Meisterwerk keltischer Handwerkskunst. Sie dürfte aus der zweiten Hälfte des 5. vorchristlichen Jahrhunderts stammen. In dieser Zeit begannen die Kelten, die Trinksitten aus dem mediterranen Bereich zu übernehmen, was sich im Verwenden von Schnabel- und Röhrenkannen äußerte.

Die Bronzekanne ist zweifellos in einer Werkstatt am Dürnberg, ihrem Fundort, oder in dessen näherer Umgebung hergestellt worden. Man fand sie in einem bereits ausgeraubten Wagengrab.

Die Ausgrabungen am Dürrnberg führte Prof. Oliver Klose, der Leiter der Archäologischen Abteilung des Salzburg Museums, gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Nora Watteck durch.

Der Körper der Schnabelkanne vom Dürnberg ist aus Bronzeblech getrieben und sie ist ca. 46 cm hoch. Auf dem Kannenkörper befinden sich neun Längsornamente. Auf dem Kannenrand sind zwei Tierfiguren angebracht. Es dürfte sich dabei um kleine Raubtiere handeln. Der Schwanz der Beute schaut diesen noch zum Maul heraus. Die Henkelfigur ist ein Löwe, der einen Menschenkopf im Maul trägt. "Fressen und gefressen werden" - die Botschaft der Schnabelkanne vom Dürrnberg. Der Henkel-Löwe wurde nach etruskischem Vorbild geformt. Der Henkel läuft in einem verschlungenen Ornament mit einem Menschenkopf aus.

Bis zum April 2012 befand sich die Schnabelkanne im Salzburg Museum, währenddessen befand sich im Keltenmuseum Hallein eine sehr gute Kopie. Ab dem 25. April 2012 kam die Schnabelkanne dann ins Keltenmuseum. Möglich ist dies, weil das Keltenmuseum auch zum Salzburg Museum gehört. Sie Kanne ist auf eine Million Euro versichert.