Museum Carolino Augustinum - Die Schnabelkanne.
Seit ihrer Auffindung im Jahr 1932 ist die Schnabelkanne vom Dürnberg eines der bedeutendsten archäologischen Stücke Österreichs. Die Schnabelkanne ist ein Meisterwerk keltischer Handwerkskunst. Sie dürfte aus der zweiten Hälfte des 5. vorchristlichen Jahrhunderts stammen.
Die Bronzekanne ist zweifellos in einer Werkstatt am Dürnberg, ihrem Fundort, oder in dessen näherer Umgebung hergestellt worden.
Die Ausgrabungen am Dürnberg führte Prof. Oliver Kose, der Leiter der Archäologischen Abteilung des Salzburger Museums Carolino Augusteum, durch.
Der Körper der Schnabelkanne vom Dürnberg ist aus Bronzeblech getrieben. Auf dem Kannenkörper befinden sich neun Längsornamente. Auf dem Kannenrand sind zwei Tierfiguren angebracht.Es dürfte sich dabei um kleine Raubtiere handeln. Der Schwanz der Beute schaut diesen noch zum Maul heraus. Die Henkelfigur ist ein Löwe, der einen Menschenkopf im Maul trägt. "Fressen und gefressen werden" - die Botschaft der Schnabelkanne vom Dürnberg. Der Henkel-Löwe wurde nach etruskischem Vorbild geformt. Der Henkel läuft in einem verschlungenen Ornament mit einem Menschenkopf aus.





