Wolfgang Amadeus Mozart - seine Werke - Figaros Hochzeit

Graf Almaviva - Bariton
Gräfin Rosine - Sopran
Figaro, Kammerdiener des Grafen - Baß
Susanna Kammerzofe - Sopran
Cherubin, Page - Sopran
Marzelline - Sopran

Mit seiner Oper „Figaros Hochzeit“ bewies Wolfgang Amadeus Mozart ein großes Maß an politscher Kühnheit, als die Oper am 1. Mai 1786 im Wiener Burgtheater aufgeführt wurde. War doch die literarische Vorlage des „Figaro“, Beaumarchais’ „Ein toller Tag“,

1781 in Frankreich verboten worden. Eben dieser Beaumarchais prangerte mit seinen Werken die Verfehlungen des Adels an und schrieb über den Zorn des Volkes am Vorabend der Französischen Revolution. Das Libretto von Lorenzo da Ponte ist zwar nicht ganz so revolutionär wie das Orginal, ein Affront gegen den Adel war es jedoch allemal.

Die Oper spielt in einem Grafenschloß in Sevilla zur Mitte des 17. Jahrhunderts. Der erste Akt spielt im Zimmer von Susanna.

Figaro und Susanna planen ihre Hochzeit. Graf Almaviva hat jedoch ein Auge auf die schöne Kammerzofe seiner Frau geworfen. Obwohl Almaviva auf das „Recht der ersten Nacht“ verzichtet hat, versucht er doch die schöne Susanna zu umgarnen.

Figaro ist mißtrauisch und ahnt die Absicht seines Herrn, er kann jedoch nicht viel unternehmen, da er ein Eheversprechen mit einer anderen hat. Jedoch sinnt Figaro auf eine List, wie er den Grafen an der Nase herumführen kann. Im Vorzimmer der Gräfin unterbreitet Figaro der Gräfin einen Plan, damit diese die Liebe ihres Mannes zurückgewinnt. Der Graf soll glauben, seine Frau hätte ein Verhältnis mit Cherubin, einem vom Grafen entlassenen Pagen. Während des Hochzeitsballs soll der Graf die vermeintlichen Ehebrecher im Garten überraschen. Als der Graf unerwartet Einlaß begehrt, wird die Szene turbulent. Figaro kann jedoch mit Erklärungen alles zurechtrücken.Plötzlich steht jedoch Marzelline, die Frau der Figaro die Ehe versprochen hat, im Raum und bringt Figaro sehr in Bedrängnis. Im Festsaal will Susanna den Grafen dazu bewegen, daß er das Eheversprechen Figaros gegenüber Marzelline für nichtig erklärt. Zum Stelldichein im Garten soll jedoch nicht Susanna sondern die Gräfin kommen. Der Graf wird jedoch mißtrauisch. Bei der Verhandlung über das Eheversprechen stellt sich heraus, daß Marzelline die Mutter des Figaros ist und das Versprechen somit absurd. Im Garten kommt es dann zu einem Verkleidungs- und Verwechslungsspiel. Der als Mädchen angezogene Cherubin hält die verkleidete Gräfin für Susanna, will sie küssen, küßt aber die Wange des Grafen und vermeidet so eine Ohrfeige. Diese bekommt der eifersüchtige Figaro, da er der als Gräfin verkleideten Susanna eine an die Gräfin gerichtete Liebeserklärung macht. Als sich alles aufklärt erfleht, tief beschämt, der Graf die Verzeihung seiner Gattin. Figaro und Susanna können also heiraten.

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