Figaros Hochzeit - Seine Werke - Mozart - Kunst & Kultur - Salzburg-Rundgang

Wolfgang Amadeus Mozart - seine Werke - Figaros Hochzeit

Charaktere:
Graf Almaviva - Bariton
Gräfin Rosina - Sopran
Figaro, Kammerdiener des Grafen - Bass
Susanna, Kammerzofe - Sopran
Cherubin, Page - Sopran
Marcellina - Sopran

Handlung:
Mit seiner Oper "Figaros Hochzeit" bewies Wolfgang Amadeus Mozart ein großes Maß an politscher Kühnheit, als die Oper am 1. Mai 1786 im Wiener Burgtheater uraufgeführt wurde. Die Vorlage des Figaro ("Ein toller Tag" von Beaumarchais) war in Frankreich fünf Jahre zuvor verboten worden. Beaumarchais prangerte mit seinen Werken die Verfehlungen des Adels an und schrieb über den Zorn des Volkes am Vorabend der Französischen Revolution.

Die Oper spielt in einem Grafenschloss in Sevilla (Spanien) in der Mitte des 17. Jahrhunderts.

Der erste Akt spielt im Zimmer von Susanna, wo der Kammerdiener Figaro und die Susanna ihre Hochzeit planen. Graf Almaviva hat jedoch ein Auge auf die schöne Kammerzofe seiner Frau Rosina geworfen und versucht, Susanna zu umgarnen.

Figaros Misstrauen wird deshalb geweckt und er ahnt die Absicht seines Herrn, jedoch kann er nicht viel dagegen unternehmen, da er selbst ein Eheversprechen mit einer anderen Frau hat. Trotzdem denkt Figaro sich eine List, wie er den Grafen an der Nase herumführen könnte, aus. Im Vorzimmer der Gräfin Rosina unterbreitet Figaro ihr einen Plan, damit diese die Liebe ihres Mannes zurückgewinnen kann. Der Graf soll glauben, seine Frau hätte ein Verhältnis mit Cherubin, einem vom Grafen entlassenen Pagen. Während des Hochzeitsballs soll der Graf die vermeintlichen Ehebrecher dann im Garten überraschen. Die Szene wird aber turbulent, als der Graf unerwartet Einlass begehrt, doch Figaro kann zum Glück mit erdachten Erklärungen alles zurechtrücken.

Doch plötzlich taucht auch noch Marcellina, die Frau, die Figaro versprochen war, auf und bringt Figaro in Bedrängnis. Im Festsaal möchte Susanna den Grafen davon überzeugen, das Eheversprechen Figaros gegenüber Marcellina für ungültig zu erklären, damit sie ihn heiraten kann.

Zu einem Treffen im Garten soll aber die Gräfin, und nicht Susanna kommen. So wird der Graf misstrauisch.

Bei den Verhandlungen um Figaros Eheversprechen kommt schließlich heraus, dass Marcellina eigentlich Figaros Mutter ist und das Versprechen also absurd ist. Damit ist es also wieder möglich, dass Figaro die schöne Susanna heiratet.

Im Garten gibt es dann ein "Verkleidungsspiel", das zu vielen Verwechslungen führt. Zuerst erwartet die Gräfin ihren Mann als Susanna verkleidet und möchte austesten, ob ihr Ehemann wirklich so untreu ist. Figaro, der von diesem Plan der Gräfin tatsächlich nichts wusste, hört von "Susannas" Rendez-vous und denkt, dass seine Freundin ihn betrügen möchte. Nach einigen weiteren Wirren finden schließlich doch noch die richtigen Paare zueinander: Der treulose Graf bittet seine Frau um Verzeihung und Figaro und Susanna können endlich heiraten.