Entführung aus dem Serail - Seine Werke - Mozart - Kunst & Kultur - Salzburg-Rundgang

Wolfgang Amadeus Mozart - seine Werke - Entführung aus dem Serail

Charaktere:
Selim Bassa, Fürst - Sprechrolle
Belmonte, junger Spanier - Tenor
Constanze, dessen Braut - Sopran
Pedrillo, Belmontes Diener - Tenorbuffo
Blondchen, Pedrillos Braut - Sopran
Osim, böser Aufseher - Bass

Handlung:
Diese 1782 in Wien uraufgeführte Oper ist eine von Kaiser Joseph II. in Auftrag gegebene Oper, die als Nationalsingspiel gedacht war. Dieses Singspiel in deutscher Sprache weist mit seinem überraschenden Schluss auf den inneren Verfall der westeuropäischen Kulturen am Ende des 18. Jahrhunderts hin. Die besseren, reineren Kulturen suchte man damals außerhalb Europas, vor allem im Orient.

Der junge Spanier Belmonte reist seiner von Piraten entführten Braut Constanze in den Orient nach. Sie soll im Serail des Fürsten Selim Bassa gefangen sein. Belmonte will seine Braut unbedingt befreien, dies weiß jedoch der böse Aufseher Osim zu verhindern. Der ebenfalls gefangene Diener Belmontes, Pedrillo, kann diesen als Baumeister in den Palast einschleusen. Constanzes Zofe Blondchen treibt mit ihrer Weigerung den liebestollen Osim zur Verzweiflung. Der Bassa droht, Blondchen zu foltern, wenn sie sich nicht Osim hingibt. Pedrillo informiert Blondchen und Constanze, dass Belmonte sie retten will. Osim wird mit betäubendem Wein außer Gefecht gesetzt und die beiden Paare vereinbaren die Flucht und versichern sich ihrer Liebe. Um Mitternacht gibt Pedrillo das Zeichen. Belmonte und Constanze können zunächst fliehen, doch Pedrillo und Blondchen werden vom erwachten Osim geschnappt und vor den Bassa gebracht. Auch Belmonte und Constanze werden dann in den Garten des Fürsten zurückgebracht. Der Bassa erkennt in Belmonte den Sohn seines alten Feindes und alles scheint verloren. Schließlich nehmen Constanze und Belmonte schon Abschied von ihrem Leben und fürchten die Todesstrafe. Doch der Bassa verzeiht dem Sohn eines tapferen Mannes und lässt alle vier Gefangenen als freie Menschen in ihre Heimat zurückkehren.