Auf Mozarts Spuren - Mozarts Wohnhaus

Das "Tanzmeisterhaus" am Hannibalplatz 8 (dem heutigen Makartplatz) ist erstmals 1617 erwähnt und erhielt Anfang des 18. Jahrhunderts seinen Namen nach dem Tanzmeister Johann Pastier.

Die Familie Mozart übersiedelte im Oktober/November 1773 in das Haus der Anna Raab, die als "Tanzmeister-Mitzerl" in die Mozart-Literatur eingegangen ist. Die neue Wohnung war geräumiger als die in der Getreidegasse und bestand aus 8 Räumen.

Hier entstanden zahlreiche Werke Wolfgang Amadeus Mozarts. Im Haus am Hannibalplatz (Makartplatz) komponierte er Symphonien, Serenaden, Violin- und Klavierkonzerte (u. a. das Lodron-Konzert KV 242 und das Jeunehomme-Konzert KV 271) und schrieb die "Il Re pastore" KV 208.

Hier entstand auch ein Teil von "La Finta giardiniera" KV 196 und der Opera siera "Idomeneo, re di Creta" KV 366.

Erst als es Mozart nach dem Ausbruch des offenen Konflikts mit dem Erzbischof endgültig nach Wien zog, verließ er das Haus (5. November 1780), daß 7 Jahre lang das Zentrum und den Fixpunkt seines Lebens und Schaffens darstellte.

Nur noch einmal, von Ende Juli bis Ende Oktober 1783, kehrte er mit seiner Frau Konstanze in sein Vaterhaus zurück, um diese dem Vater vorzustellen.

1938 mietete die Internationale Stiftung Mozarteum drei Räume in der ehemaligen Wohnung der Familie Mozart zu Ausstellungszwecken und "zum Musizieren" an. Bei den Bombenangriffen im Jahr 1944 wurde das Hauses schwer getroffen und die Mozart-Wohnung zerstört.

Die Stiftung Mozarteum konnte 1955 den erhaltenen Teil des Hauses mit dem "Tanzmeistersaal" erwerben.

In den 80er Jahren wurde ein Mozart-Museum und eine Multimedia-Schau "Mozart und Salzburg - Salzburg und Mozart" eingerichtet. 1989 konnte die Stiftung auch den Rest des Grundstücks, auf dem ein Bürogebäude errichtet worden war, von der Ersten Allgemeinen Versicherung ankaufen.

Durch eine Bausteinaktion zur Wiedererrichtung von Mozarts Wohnhaus und die großzügige Unterstützung der japanischen Dai-ichi Mutual Life Insurance Company wurde der Wiederaufbau und die Restauration des Mozart-Wohnhauses in den Jahren 1994/95 finanziert. Am 26. Jänner 1996 wurde das im neuen Glanz erstrahlende Haus seiner Bestimmung als Mozart-Gedenkstätte übergeben.

Das neue Mozart-Wohnhaus enthält nunmehr neben einer großen Autographensammlung und dem Mozart- Ton und Film-Museum ein Museum, das ein vielfältiges Erleben Mozarts möglich macht.

Die einzelnen Teile sind thematisch geordnet (z. B. Nannerl-Zimmer, Neue Mozart-Ausgaben und Reisen, Ambiente-Raum, etc.) und sollen den Besucher mit dem Leben und Werk des großen Komponisten vertrauter machen.

Öffnungszeiten:
täglich 10 bis 18 Uhr
Tel.-Nr.: O662/88940/40
Fax: 0662 / 87 29 24
Email:

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