Mozarts Wohnhaus - Auf Mozarts Spuren - Mozart - Kunst & Kultur - Salzburg-Rundgang

Auf Mozarts Spuren - Mozarts Wohnhaus

Andrew Bossi, Wikimedia, CC BY-SA 2.5

Als "Mozart-Wohnhaus" wird das Haus am Hannibalplatz 8 (dem heutigen Makartplatz) bezeichnet. Es ist auch unter dem Namen "Tanzmeisterhaus" bekannt. Diesen Namen erhielt es zu Beginn des 18. Jahrhunderts, als Franz Gottlieb Spöckner die Erlaubnis bekam, dort Tanzstunden abzuhalten. 1617 wurde das Haus erstmals urkundlich erwähnt.

Im Herbst 1773 übersiedelte die Familie Mozart aus Platzgründen in das Haus der Anna Raab, die später als "Tanzmeister-Mitzerl" in die Mozart-Literatur Eingang gefunden hat. Diese neue Wohnung war um einiges geräumiger als jene in der Getreidegasse, bestand sie doch aus 8 Räumen.

Hier entstanden zahlreiche Werke Wolfgang Amadeus Mozarts. Im Haus am Makartplatz komponierte er von 1773 bis 1780 viele Symphonien, Serenaden, Violin- und Klavierkonzerte (u. a. das Lodron-Konzert KV 242 und das Jeunehomme-Konzert KV 271) und schrieb die "Il Re pastore" KV 208.

Hier entstand auch ein Teil von "La Finta giardiniera" KV 196 und der Opera siera "Idomeneo, re di Creta" KV 366.

Erst als es Mozart nach dem Ausbruch des offenen Konflikts mit dem Erzbischof endgültig nach Wien zog, verließ er das Haus (5. November 1780), das 7 Jahre lang das Zentrum und den Fixpunkt seines Lebens und Schaffens darstellte.

Nur noch einmal, von Ende Juli bis Ende Oktober 1783, kehrte er mit seiner Frau Konstanze in sein Vaterhaus zurück, um diese dem Vater vorzustellen.

1938 mietete die Internationale Stiftung Mozarteum drei Räume in der ehemaligen Wohnung der Familie Mozart zu Ausstellungszwecken und "zum Musizieren" an. Bei den Bombenangriffen im Jahr 1944 wurde das Hauses schwer getroffen und die Mozart-Wohnung zerstört.

Die Stiftung Mozarteum konnte 1955 den erhaltenen Teil des Hauses mit dem "Tanzmeistersaal" für Museumszwecke erwerben. Doch ein großer Teil des Hauses war 1944 durch eine Fliegerbombe zerstört worden. In den 80er Jahren wurde ein Mozart-Museum und eine Multimedia-Schau "Mozart und Salzburg - Salzburg und Mozart" eingerichtet. 1989 konnte die Stiftung auch den Rest des Grundstücks, auf dem ein Bürogebäude errichtet worden war, von der Ersten Allgemeinen Versicherung ankaufen.

Durch eine Bausteinaktion zur Wiedererrichtung von Mozarts Wohnhaus und die großzügige Unterstützung der japanischen Dai-ichi Mutual Life Insurance Company wurde der Wiederaufbau und die Restauration des Mozart-Wohnhauses in den Jahren 1994/95 finanziert. Am 26. Jänner 1996 wurde das im neuen Glanz erstrahlende Haus seiner Bestimmung als Mozart-Gedenkstätte übergeben.

Das neue Mozart-Wohnhaus enthält nunmehr neben einer großen Autographensammlung und vielen Originaldokumenten oder Portraits und dem Mozart- Ton und Film-Museum ein Museum, das ein vielfältiges Erleben Mozarts möglich macht.

Die einzelnen Teile sind thematisch geordnet (z. B. Nannerl-Zimmer, Neue Mozart-Ausgaben und Reisen, Ambiente-Raum, etc.) und sollen den Besucher mit dem Leben und Werk des großen Komponisten vertrauter machen. Im Museum finden auch regelmäßig Sonderausstellungen, konzerte oder Vorträge statt.

Öffnungszeiten:
täglich geöffnet: 9:00 bis 17:30 Uhr
Juli, August: 9:00 bis 20:00 Uhr
(letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung)