Leonhard von Keutschach - Geschichte - Salzburg-Rundgang

Salzburg - Geschichte - Leonhard von Keutschach

Erzbischof Leonhard von Keutschach (1495-1519) gilt als "letzter Ritter), genauso wie sein Zeitgenosse Kaiser Maximilian von Österreich. Das bedeutetet, dass er der letzte Landesherr war, der sein Land noch auf feudal-mittelalterliche Weise regierte, ehe er vom humanistisch gebildeten Matthäus Lang von Wellendorf abgelöst wurde. Unter der Regierung Leonhards von Keutschach entstanden zahlreiche noch heute kunsthistorisch bedeutende Bauwerke in der Stadt: Michael Pacher zum Beispiel vollendete sein letztes großes Werk, den Hochaltar in der Franziskanerkirche, von dem heute nur mehr die berühmte Pacher-Madonna existiert.

Im Zuge des Festungsausbaus entstand in den alten Gemäuern hoch über Salzburg auch der heute noch zu bewundernde Kachelofen, der als schönster salzburgischer Kachelofen der Spätgotik gilt.

Weiters entstanden in dieser Zeit die Georgskirche auf der Festung, sowie die Sebastianskirche. Die etwa 5000 Einwohner der Stadt waren auch Zeugen der ersten Versuche zur Regulierung der Salzach und der Errichtung eines Aufzugs vom Nonnberg auf die Festung.

Während der spätere Meistersänger Hans Sachs auf seinen Wanderjahren auch Salzburg besuchte, wurden die in Salzburg ansässigen Juden per Dekret aufgefordert, das Land zu verlassen.