Investiturstreit - Geschichte - Salzburg-Rundgang

Salzburg - Geschichte: Der Investiturstreit


Die Salzburger Erzbischöfe waren nicht nur geistliches Oberhaupt des Erzbistums Salzburg, sondern auch weltliche Herren des Fürstentums. Immer wieder gerieten sie in die Auseinandersetzungen zwischen dem Kaiser, dem Papst und den Landesfürsten. Der Konflikt zwischen Kaiser und Papst erreichte im sogenannten Investiturstreit seinen Höhepunkt. Zu dieser Zeit (ausgehendes 11. Jahrhundert) ließ Erzbischof Gebhard (1060-1088) den Grundstein zur Festung Hohensalzburg legen.

Einige Jahrzehnte später setzte der Kaiser einen Gegenpapst ein, doch Erzbischof Konrad I. (1106-1147) weigerte sich, diesen anzuerkennen. Daraufhin brannten die kaisertreuen Grafen von Plain die Stadt Salzburg nieder, wobei auch der Dom und sechs Kirchen dem Erdboden gleichgemacht wurden.

Der etwa 100 Jahre später regierende Erzbischof Eberhard II. (1200-1246) wiederum, war Parteigänger des Kaisers und konnte durch geschickte Politik den Besitz des Landes auf Teile Kärntens und der Steiermark ausweiten. Er gilt als der eigentliche Begründer des Landes Salzburg.