Stefan Zweig - Geboren & Gelebt - Salzburg-Rundgang

Geboren und Gelebt - Stefan Zweig

Stefan Zweig war ein österreichischer Schriftsteller, der am 28.11. 1881 in Wien als Sohn eines großbürgerlichen Fabrikanten geboren wurde.

Er studierte in Berlin und Wien Philosophie, Germanistik und Romanistik. Hierbei waren ihm schon damals die Eindrücke und die intellektuelle, dichterische Szene wichtiger als das Studium. Seine umfassende Reisetätigkeit während und vor allem nach seinem Studienabschluss führten ihn durch ganz Europa, Nordafrika und später auch nach Amerika, Indien und die UdSSR. Nach Kriegsausbruch des ersten Weltkrieges (1914) begann er, im Wiener Kriegspressequartier zu arbeiten. Da er aber überzeugter Pazifist war, verließ er Österreich im Jahr 1917 und ging in die Schweiz. Dort blieb er 18 Monate lang, dann kam er nach Österreich zurück, ließ sich in Salzburg nieder und heiratete die Journalistin Friderike Burger. Mit ihr lebte er im Paschinger Schlössl am Kapuzinerberg.

In den 20er Jahren besuchte ihn die geistige Elite Europas in Salzburg. 1934 emigrierte er aus Protest gegen Schikanen im Zuge der Februarkämpfe, das austrofaschistische System und aufrund von polizeilichen Hausdurchsuchungen nach London. 1941 übersiedelte er nach Brasilien, da er Angst hatte, die Engländer würden keinen Unterschied zwischen Deutschen und Österreichern machen und ihn als "feindlichen Ausländer" ansehen würde.

Doch er konnte den Untergang "seines" Europas in der Barbarei des 2. Weltkriegs und der nationalsozialistischen Herrschaft nicht verarbeiten und beging am 23. Februar 1942 gemeinsam mit seiner zweiten Frau Lotte in Petropolis bei Rio de Janeiro Selbstmord.

Schon früh gelangen dem großen Kosmopoliten und humanistischen "Europäer" erste Erfolge als Lyriker (1901 "Silberne Saiten").

Anfangs war er noch dem Wiener Impressionismus und der Neuromantik verpflichtet, bald danach konnte er sich aber der novellistischen Erzählungsprosa zuwenden (zum Beispiel: "Brennendes Geheimnis" 1913).

Später feierte er auch als Essayist und mit seinen bekannten Romanbiographien ("Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam" 1934) große Erfolge auch auf internationaler Ebene.

Sein Essayband "Sternstunden der Menschheit" (1927) war eines der meistverkauften Bücher der Zwischenkriegszeit.

Große Bedeutung hat auch die autobiographische Beschreibung seiner Zeit "Die Welt von Gestern" (1944).