Robert Jungk - Geboren & Gelebt - Salzburg-Rundgang

Geboren und Gelebt - Robert Jungk

Der bekannte Journalist und Zukunftsforscher Prof. Robert Jungk wurde am 11. Mai 1913 in Berlin geboren. Nach der Machtergreifung der NSDAP war er 1933 gezwungen, aus Deutschland zu fliehen und nach Paris zu reisen. Er beteiligte sich ab 1936 trotzdem am Widerstand gegen die Nazis, verließ Deutschland dann aber endgültig und floh nach Prag.

Nach dem Krieg zog er als erstes nach Los Angeles, kehrte dann aber nach Europa zurück um in Wien zu leben und dort 1964 das "Institut für Zukunftsfragen" zu gründen. Dann, im Jahr 1970 übersiedelte er nach Salzburg und wirkte als Begründer der Zukunftsbibliothek. 

Aufgrund seiner Erfahrungen im 2. Weltkrieg setzte sich der überzeugte Pazifist in den 70er und 80er Jahren vor allem für die Friedens- und die Anti-Atomkraft-Bewegung ein.

Als Sympathisant vieler Ziele der österreichischen Grünen, ließ er sich 1992 zu einer Kandidatur für das österreichische Präsidentenamt überreden. Allerdings landete er bei der Wahl nur auf Rang vier.

Robert Jungk lebte seit den 80er Jahren in Salzburg. Im Juni 1993 erkrankte er an einer sehr schweren Krankheit und verstarb circa ein Jahr später, am 14. Juli 1994. Er wurde am Jüdischen Friedhof in Salzburg begraben.

Nach ihm ist der Robert-Jungk-Platz im STADTWERK, dem seit 2014 neuen Standort der Robert-Jungk-Zukunftsbibliothek,  benannt.