Geboren und Gelebt - Paracelsus

Der "bürgerliche" Name des berühmten Arztes, Naturforschers und Philosophen war Theophrastus Bombastus von Hohenheim. Er wurde am 10.11.1493 in Einsiedeln in der Schweiz geboren. Seine Lehrjahren absolvierte er in Villach ab 1502, danach begann er zu studieren (Promotion in Ferrara 1515).

Er nahm den Namen Paracelsus - nach dem römischen Arzt Celsus - an. Fast zehn Jahre reiste er durch ganz Europa, um seine Kenntnisse zu erweitern.

1524 ließ er sich erstmals in Salzburg nieder. Doch er musste die Stadt bald wieder verlassen, nachdem er bei einem Aufstand Partei für die Bauern ergriffen hatte.

1526 wurde er als Stadtarzt nach Basel berufen, wo er auch Vorlesungen abhielt. Sein Ruf als Arzt und Philosoph erreichte bald ganz Europa. Studenten aus vielen Ländern kamen nach Basel, um ihn zu hören.

Paracelsus wandte sich vehement gegen das überlieferte medizinische Wissen der Griechen und Araber und kämpfte massiv gegen alle Irrtümer der orthodoxen Medizin.

Freilich schaffte sein radikales Vorgehen (z. B. Bücherverbrennung) ihm viele Feinde. Paracelsus trat für die Stärkung der "natürlichen Lebenskraft" ein und verwendete chemische Arzneien (z. B. Quecksilber und Kupfersulfate), von ihm stammt auch die Gegengifttheorie bei Erkrankungen.

Heftigen Auseinandersetzungen zwangen Paracelsus 1528 Basel zu verlassen.

Nach weiteren zwölf Wanderjahren setzte er sich auf Einladung des Erzbistumsverwalters in Salzburg zur Ruhe.

Am 24.September 1541 starb Paracelsus an einer unbekannten Krankheit und wurde am St. Sebastians-Friedhof begraben.

Erst im 20. Jahrhundert wurde die große Bedeutung des Arztes Paracelsus für die Medizin erkannt. Er gilt heute als einer der großen Pioniere der modernen Heilkunde und der organischen Chemie (Begründer der pharmazeutischen Chemie).

Der wissenschaftlichen Erforschung seines Lebens und seiner Tätigkeit dient die Internationale Paracelsus-Gesellschaft in Salzburg.

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