Geboren und Gelebt - Herbert von Karajan

Der wohl bekannteste Dirigent des 20. Jahrhunderts wurde am 5.4.1908 in Salzburg geboren. Nach seinen Jugendjahren und der Schulzeit ging er nach Wien, um Musikwissenschaft und Dirigieren zu studieren. Der Schüler Franz Schalks begann seine großartige Karriere 1929 am Ulmer Stadttheater. Zwischen 1941 und 1944 war er Leiter der Berliner Staatskapelle. 1945 wurde er im Zuge der Entnazifizierung mit Berufsverbot belegt, doch schon 1947 wurde er an der Wr. Staatsoper beschäftigt und dirigierte die Konzerte der Gesellschaft der Musikfreunde. Nun begann sein eigentlicher Aufstieg. 1949 erhielt er den Posten des Direktors der Gesellschaft für Musikfreunde, 1955 wurde er Nachfolger seines ehemaligen Konkurrenten W. Furtwängler als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. Daneben war er 1957 - 1964 Direktor der Wiener Staatsoper.

Die Bedeutung Salzburgs im Leben des großen Dirigenten liegt, neben dem prägenden Einfluß der Geburtsstadt in der engen Verbindung zu den Salzburger Festspielen.

Karajan war zwischen 1956 und 1960 bzw. von 1965 bis 1988 der musikalische Leiter der Festspiele. 1967 führte er die Salzburger Osterfestspiele ein, bei denen er vor allem Richard Wagner aufführte. Mit seiner Person ist der internationale Ruf der Salzburger Festspiele seit den 60er Jahren eng verbunden.

Herbert von Karajan setzte sich für die Förderung junger, unbekannter Künstler ein, dazu gründete er 1969 auch die nach ihm benannte Stiftung. Karajan hatte in den letzten Jahrzehnten seines Lebens in Anif im Großraum Salzburg einen Wohnsitz, wo er am 16.7.1989 starb.

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