Rauhnächte - Weihnachten in Salzburg - Brauchtum - Salzburg-Rundgang

Weihnachten in Salzburg - Die Rauhnächte

Der wahrscheinlich ursprünglichste Brauch im Salzburger Advent bezieht sich auf die sogenannten "Rauhnächte". Es sind die ganz speziellen Nächte, 12 Nächte zwischen dem 21. Dezember und dem 5. Jänner, in denen sich nach dem Volksglauben die Schranken zwischen Heute und Morgen, zwischen Himmel und Hölle, zwischen Mensch und Tier öffneten.

Nicht umsonst ist eine der Rauhnächte die Nacht des 21. Dezember, die längste Nacht im Jahr. Ursprünglich war ja auch das Weihnachtsfest ein Lichterfest, das diese gerade im Gebirge so bedrückende Zeit der Finsternis erhellen sollte.

Der christliche Glaube vereinte dann das Gedenken an die Geburt Jesu mit dem alten Brauch der Wintersonnenwende zu dem, was wir heute "Weihnachten" nennen.

In den Rauhnächten ist es nicht geheuer. Zum Beispiel sprechen die Tiere im Stall plötzlich in menschlicher Sprache. Wenn man sich versteckt und ihnen aufmerksam zuhört, kann man die Zukunft erfahren. Das besagt jedenfalls eine Legende

Ein immer noch ausgeübter Brauch ist das "Räuchern-Gehen". Das Familienoberhaupt geht mit dem Rauchfass durch das ganze Haus.

Mit Weihrauch und verbrannten geweihten Osterzweigen werden Stall und Stube, Familie und Tiere "beräuchert". Das soll die bösen Geister vertreiben und Glück für das nächste Jahr bringen.