Weihnachten in Salzburg - Krampus und Nikolaus.
Lange vor dem Brauch, das Christkindlein die Geschenke bringen zu lassen, war der Nikolaus die Hauptfigur des Advents. Und für die Kinder ist er heute noch weit beeindruckender als das Jesukind, das doch unbemerkt ins Haus kommt und die Geschenke unter den Baum legt.
Der Nikolaus hingegen zieht am Abend des 6. Dezembers durch alle Dörfer und durch die Gassen der Stadt.
Lange vor dem Brauch, das Christkindlein die Geschenke bringen zu lassen, war der Nikolaus die Hauptfigur des Advents. Und für die Kinder ist er heute noch weit beeindruckender als das Jesukind, das doch unbemerkt ins Haus kommt und die Geschenke unter den Baum legt.
Der Nikolaus hingegen zieht am Abend des 6. Dezembers durch alle Dörfer und durch die Gassen der Stadt.
Er trägt die Bischofsmütze, den Hirtenstab und ein prächtiges Gewand. Sein langer weißer Bart und die buschigen Augenbrauen verbergen fast das Gesicht. Mit tiefer Stimme befragt er Kinder und Erwachsene nach ihren guten und bösen Taten. Er ermahnt und lobt. Seine Gehilfen sind ein Engel, der das dicke Buch hält, in dem der Nikolaus die Taten aller Menschen verzeichnet hat, und der sogenannte „Guatseltrager“. (Guatsel = Süßigkeit). Der Guatseltrager ist ein knorriger alter Mann mit einem Buckelkorb voller kleiner Geschenke. Allerdings trägt er auch ein Rutenbündel mit sich. Eigentlich sieht er aber sehr nett aus, verglichen mit den dunklen Gesellen, die ihm folgen. Das sind die Krampusse. Nicht nur die kleinen Kinder sind sprachlos, wenn sie unvermutet einem Krampus gegenüberstehen. Auch Erwachsenen verschlägt es leicht die Sprache. So ein Krampus gehört der Familie der „Schiachperchten“ an. Die holzgeschnitzte Maske zeigt ein verzerrtes, böses Gesicht. Spitze Zähne, eine knorrige Nase und nach allen Seiten gedrehte Hörner vervollständigen den Schrecken. Durch die Maske und die Hörner überragt er alle um Haupteslänge. In ein zottiges Fell gehüllt, mit schweren dröhnenden Kuhglocken am Gürtel, ähnelt der Krampus einem furchterregendem Untier.
Mit jedem Nikolaus laufen sechs bis acht Krampusse, eine sogenannte „Paß“.
Während der Nikolaus die braven Kinder belohnt und ihnen aus dem Korb des Guatseltragers Äpfel und Kekse schenkt, bestraft der Krampus die Unartigen. Das Strafausmaß rangiert von einem leichten Backstreich bis zu ordentlichen Rutenschlägen. Begegnet man einem Krampus im Freien, z.B. beim Anifer oder Gnigler Perchtenlauf findet man sich auch schon einmal kopfüber im Schnee wieder. Nur der Nikolaus kann mit seinem Hirtenstab den Krampussen Einhalt gebieten. Ihm gehorchen sie aufs Wort.
Besonders schöne und eindrucksvolle Krampusse sind jene aus Gastein, die meistens am 3. oder 4. Dezember auch in der Stadt Salzburg unterwegs sind





