Sage von Hundsstein - Sagenhaftes Salzburg - Brauchtum - Salzburg-Rundgang

Sagenhaftes Salzburg - Sage von Hundsstein

Diese Sage beginnt damit, dass sich mehrere Kühe und Ziegen in der steilen Felswand des Hundsstein bei Maria Alm verstiegen. Der Hirte versuchte, sie mit Zurufen zu sich zu locken und begann sogar, Steine nach ihnen zu werfen. Plötzlich stand ein schwarzgekleideter Mann mit spitzem Hut, ein Venediger, neben ihm und rief: "Wirf nicht die Steine weg, um das Vieh zu bekommen! Die Steine sind ja viel mehr wert als alle deine Kühe und Ziegen!" Dann verschwand der Mann ebenso schnell wie er gekommen war wieder. Der Hirte betrachtete die Steine näher und stellte zu seiner Freude fest, dass sie aus purem Gold waren. Er steckte in jede Hosentasche einen und lief zur Almhütte, um einen großen Sack zu holen.

Als er versuchte, die Stelle wiederzufinden, gelang es ihm einfach nicht mehr. Er sah zwar das Vieh, das einen Weg aus der Felswand nach unten gefunden hatte, aber das Gold fand er nicht mehr. Immerhin reichte der Erlös der beiden Steine, um ein kleines Bauerngut zu kaufen. Aber man erzählt, dass der Mann noch jahrelang jeden Sonntag auf die Alm gestiegen sein soll, um den Venediger oder das Gold wiederzufinden.