Sternsinger - Brauchtum im Jahreskreis - Brauchtum - Salzburg-Rundgang

Brauchtum im Jahreskreis - Die Sternsinger

Um den Dreikönigstag (6. Jänner) ziehen die Sternsinger, die meist Kinder aus der Katholischen Jungschar sind, durch die Straßen und übers Land und besuchen die Häuser. Sie verkünden die frohe Botschaft von der Geburt Jesus. Es gibt auch Gemeinden, in denen Erwachsene als Sternsinger durch den Ort ziehen. Seit 1995 wird das Ereignis aber von der Jungschar organisiert.

Jede Gruppe besteht aus vier, traditionell festgelegten Gestalten: Dies sind zum einen Balthasar, der Inder, Caspar, der Mohr und Melchior, der Araber. Diese drei brachten dem neugeborenen Jesuskind in der Weihnachtsgeschichte Weihrauch, Gold und Myhrre. Die vierte Figur ist der Stern, der die drei Weisen am Heiligen Abend zum Stall führte.

Mit ihren Segenssprüchen und Liedern erbitten die Sternsinger ein gutes neues Jahr für das Haus und seine Bewohner. Sie bekommen dafür Spenden, die von der Kirche für Entwicklungshilfeprojekte verwendet werden. Bevor sie gehen, nimmt Caspar, der Mohr, noch ein Stück Kreide und malt die Buchstaben C + M + B und die Jahreszahl über den Türstock. Oft wird behauptet, diese Buchstaben würden die Anfangsbuchstaben der Namen der Könige sein, eigentlich stehen sie aber für den lateinischen Spruch "Christus Mansionem Benedicat" (Christus schütze dieses Haus).