Brauchtum im Jahreskreis - Die Prangerstutzen.

Prangerstutzen sind kunstvoll gestaltete, 50-70 cm lange und 15-30 kg schwere „Handböller“, also Vorderlader, die mit fünfzigprozentigem Schwarzpulver geladen werden. Sie verursachen einen überaus lauten Knall, daher auch der Name (prang = Lärm, Pracht, Aufsehen). Heute ist die Verwendung von Prangerstutzen nur in den behördlich gemeldeten Schützenkompanien gestattet.

Im Land Salzburg gibt es 30 Prangerstutzenvereine. Die Prangerschützen rücken zu allen großen weltlichen und kirchlichen Festen des Jahres- und Lebensbrauchtums aus. Sie empfangen mit ihren Böllerschüssen sogar hohe Gäste, gratulieren bei Hochzeiten oder bekunden ihren Respekt bei Beerdigungen.Der Ursprung des Prangerschießens ist ungewiss, zum Teil kann es sicher auf den militärischen Salut, zum Teil aber auf das Lärmbrauchtum der bäuerlichen Bevölkerung zurückgeführt werden.

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