Ostern in Salzburg - Der Palmsonntag.

Bunte und farbenfrohe Palmbuschen, Palmbäume und Palmstangen werden in Erinnerung an den Einzug Christi in Jerusalem in festlichen Prozessionen durchs Dorf getragen. Jeder Ort hat seine eigene Tradition, wie der „richtige“ Palmbuschen gebunden werden soll. Auf jeden Fall müssen Buchsbaumzweige und Weiden verwendet werden. Ein besonderer Schmuck sind leuchtend bunt eingefärbte Hobelspäne.

Nach der Weihe in der Kirche werden die einzelnen Buschen und Zweige als Schutz und Segenszeichen auf die Felder, unters Dach und am Herrgottswinkel verteilt.

Drohen Unwetter oder Blitzschlag, soll das Verbrennen der geweihten Zweige den Hof schützen.

In vielen Orten des Landes waren früher Palmprozessionen üblich, bei denen sich der Bischof oder Ortspfarrer auf einem Esel durch den Ort führen ließ. Meist war es jedoch ein hölzerner Esel, festlich ausgestattet mit einer Christusfigur, die in den Umzügen mitgeführt wurde. Diese hölzernen Esel fielen der Aufklärung zum Opfer, viele wurden verbrannt oder gingen verloren. In Puch hat ein solcher hölzernen Palmesel in einem Versteck überlebt und wird wieder bei Prozessionen gezeigt.

Im Lungau ritt der Pfarrer von Zederhaus jeden Palmsonntag auf einem lebendigen Esel zur Kirche. Was die Erzbischöfe einst verboten hatten, findet heute großen Anklang bei der Bevölkerung.

 

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