Palmsonntag - Ostern in Salzburg - Brauchtum im Jahreskreis - Brauchtum - Salzburg-Rundgang

Ostern in Salzburg - Der Palmsonntag

Am Palmsonntag, eine Woche vor dem Ostersonntag werden sehr bunte und farbenfrohe Palmbuschen, Palmbäume und Palmstangen durch die Dörfer getragen.

In jedem Ort gibt es ein leicht verschiedene Traditionen, was das Binden eines Palmbuschens angeht. Traditionell besteht ein Palmbuschen aber aus sieben Materialien: die bekannten "Palmkätzchen", Buchsbaumzweige, Walcholder, Stechpalme, Eibe , Zeder und Sadebaumzweigen.
Außerdem wird er festlich geschmückt. Ein ganz besonderer Schmuck sind leuchtend bunt eingefärbte Hobelspäne.

Nach der Prozession werden die Palmbuschen in der Kirche geweiht. Die geweihten Buschen werden als Schutz und Segenszeichen auf den Feldern der Bauern, unter den Dächern, in Gärten und am Herrgottswinkel (eine christliche Zimmerecke in einer bäuerlichen Wohnstube) verteilt. Bei Unwettern oder Blitzschlag soll das Verbrennen der geweihten Zweige den Hof schützen.

Früher war es in vielen Orten üblich, bei den Prozessionen den Bischof oder Pfarrer auf einem Esel durch den Ort zu führen. Der Esel war meist aus Holz, beim Umzug wurde auch eine Christusfigur.  Diese hölzernen Esel fielen der Aufklärung zum Opfer, viele wurden verbrannt oder gingen verloren. In Puch gibt es einen Palmesel, der in einem Versteck "überlebt hat" und heute wieder bei Prozessionen gezeigt wird. Dies findet bei der Bevölkerung großen Anklang.

Bei vielen Familien ist es üblich, denjenigen, der am Palmsonntag als letzter aufsteht, als "Palmesel" zu bezeichnen.