Der Schwerttanz der Knappen auf dem Dürnberg gilt als ältester Salzburger Zunfttanz
und gilt seit dem 19. Jahrhundert als wesentlicher Identifikator der
Landesbevölkerung Salzburgs. Außerdem gehört er zu den Handwerker- und
Standestänzen, die vom Mittelalter bis ins Barock die feste der europäischen Höfe
prägte. Vor über 500 Jahren wurde er zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Als die
Salzburger Altstadt 1997 das "Weltkulturerbe" erhielt, wurde der Schwerttanz
aufgeführt.
Getanzt wurden diese Rund- und Reigentänze an Festtagen von Männern in Uniform, mit
Schwert und Stiefeln, wobei das Schwert als Rangabzeichen diente. Die Männer trugen
auch eine festlich grüne Schärpe, da grün die farbe des Bergbaus war.
Der Tanz besteht aus vielen komplizierten Figuren und Schrittfolgen, bei denen auch
das Schwert eingesetzt wird. Er hat sich im Laufe der Zeit oft geändert, zeigt aber
immer noch die verschiedenen Arbeitsgänge der Knappen "unter Tage", weshalb er in
der Nacht bei Fackelschein aufgeführt wurde und wird.
Seit die Saline, in der der Dürnberger Schwerttanz von den Knappen ausgeführt
wurde, geschlossen wurde, widmet sich der Verein ehemaliger Knappen dem Tanz.
