Brauchtum im Jahreskreis - Die wilde Jagd.

Im Gebiet des Untersbergs fegt am zweiten Donnerstag im Advent „das Wilde Gjoad“ über die winterlichen Felder. Holzgeschnitzte Fratzenmasken und vermummte Gestalten versammeln sich unter lautem Heulen und Schreien. Johlend zieht die maskierte Gruppe um die Höfe, klopft an die Fenster und ruft den Hausleuten ein „Glück hinein, Unglück heraus, es geht das Wilde Gjoad ums Haus“ zu.

Die Masken beginnen dann unter den Klängen von Pfeifen einen Springtanz im Kreis aufzuführen. Dann werfen sie sich, gleichsam als Referenz vor dem Hausherrn, zu Boden. So plötzlich wie sie auftauchen, verschwinden sie wieder.

In diesem uralten Brauch verbindet sich christliches Brauchtum, heidnische Überlieferung und historische Wahrheit.

Vermutlich geht das wilde Treiben auf keltische Rituale zurück, die den Gott der Stürme und der kalten Winterwinde besänftigen sollten.

Die Wilde Jagd war, wie viele „heidnische“ Bräuche, lange bei Strafe untersagt.

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