Aperschnalzen - Brauchtum im Jahreskreis - Brauchtum - Salzburg-Rundgang
 

Rupertigau Preisschnalzen in Loig bei Salzburg

Brauchtum im Jahreskreis - Das Aperschnalzen

Ab Dreikönig kann man in den Gemeinden Salzburgs auf vielen Plätzen das schnalzende Knallen der "Goaßlpeitsche" hören. Zu dieser Zeit üben die Teilnehmer für das große Aperschnalzen.

Die "Goaßl" ist eine bis zu fünf Meter lange Lederpeitsche mit beschwerter Spitze. Nur nach langer Übung und mit großer Geschicklichkeit gelingt es einem Schnalzer, die Peitsche zum Knallen zu bringen. Das Geräusch ähnelt einem Gewehrschuß. Bei Wettbewerben werden Gleichmäßigkeit und Rhythmus der Schnalzer sowie die Lautstärke des Klangs beurteilt.
Die Wettbewerbe werden zu Fuß oder zu Pferd durchgeführt. Die Reiter schmücken ihre Pferde mit prächtigen Geschirren, mit Messsingschellen und Bändern.

Die Wurzeln dieses Brauchtums sind nicht ganz klar. Vermutlich ist das Aperschnalzen dem Lärmbrauchtum zuzuordnen. Außerdem wollte man mit den Knall der Goaßl den Winter vertreiben und die Kräfte der Natur wecken. Das Wort "aper" kommt nämlich vom althochdeutschen "Apir" (=vom Schnee befreit). Beim Preisschnalzen treffen die besten Gruppen, die sogenannten "Passen", aus Salzburg und Bayern aufeinander, um den Sieger zu ermitteln.